Cordula Kropp – Urban Gardening

Grüne Nischen als Strukturwandel von unten Keine der gegenwärtigen Auseinandersetzungen um zukünftige Heraus­forderungen kommt ohne den Hinweis auf die rasch voranschreitende Verstädterung und die Diagnose aus, dass schon heute mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten lebt und es 2050 sogar mehr als zwei Drittel sein werden. Weltweit dehnen sich die Städte in ihr…

Irmhild Saake – Die Welt als Zoo

Über die soziale Reflexivität mit Tieren Die grüne Sehnsucht in den grauen Städten macht auch vor der Emanzipation der Tiere nicht halt. 65 Prozent aller deutschen Haushalte mit Kindern halten ein Haustier. Und der Rest ist damit beschäftigt, die re­gelmäßige flehentliche Bitte der Kinder um ein Haustier abzuwehren. Bei so einem großen Prozentsatz kann man…

Mareike Vennen – Der Grüne Komplex

Episoden zur Naturgeschichte der Stadt Was haben Öko-Institut, Weltraumkolonien und urbane Brachflächen gemein? Sie alle haben mit Grün zu tun, auf ihre je eigene Weise, und mit Stadt. Statt den Versuch zu unternehmen, »das Grün« übergreifend zu fassen, geht es im Folgenden um konkrete Schauplätze und Sze­narien aus der Geschichte des Grüns in der Stadt…

Stephan Rammler – Mehr Grün wagen

Grüne Verkehrspolitik zwischen Nachhaltigkeit und Kulturkampf Wir leben in bewegten Zeiten. Wir bewegen uns räumlich mehr als je­mals zuvor und zeitlich so schnell wie noch nie. Ein kurzer Blick in die Verkehrsgeschichte zeigt bereits für die vormodern-organischen Zeiten massive Eingriffe in natürliche Lebensräume zum Zwecke der Ermöglichung immer besserer und schnellerer Raumüberwindung und Raumbeherrschung. Angefangen…

Max Koch – Nachhaltige Wohlfahrt

Ökologisch-soziale Politik für die Postwachstumsära Grenzwerte biophysikalischer Prozesse (Klima, biologische Vielfalt, Stick­­stoffkreislauf) rücken entweder näher oder sind bereits überschrit­ten. Im Falle des Klimawandels hebt der Weltklimarat (IPCC) in seinem fünf­­ten Sachstandsbericht  hervor, dass die Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre auf die höchsten Werte seit mindestens 800 000 Jah­ren angestiegen sind. Seit der industriellen Revolution beträgt der Anstieg…

Ralph Niese – Zum Teufel nochmal! – 01

Aus dem Editorial von Armin Nassehi: „Ralph Niese war zweifellos der spannendste Beiträger dieses Kursbuchs. Denn er hat es mit seinem Abgabetermin verteufelt aufregend gemacht. Wir waren aber von seinen Bildern so angetan, dass wir die Begriffe Redaktionsschluss und Druckdatenabgabe mit hohen Freiheitsgraden ausstatteten. Am Ende lieferte der Character Designer, Comic Artist und Illustrator dann…

Kursbuch 196 – Der Inhalt

Elke Buhr – Brief einer Leserin (23) • Armin Nassehi –  Editorial • Sibylle Lewitscharoff Drei Tannen • Gregor Maria Hoff – Kirche zu, Problem tot • Armin Nassehi – Strategisch. Religiös. Reden  • Karsten Fischer – Mullahs, Monster und Ministerräte • Jens Spahn – Christ und Demokrat in Union • Diedrich Diederichsen – Magic and Lies • Ralph Niese – Zum Teufel nochmal! • Johann Hinrich Claussen – Der Fremde…

Kursbuch 196 – Editorial

Die aktuelle Theodizee-Frage lautet: Wie konnte Gott es zulassen, dass es dieses Kursbuch gibt? Über Religion, zum Teufel! Wir wissen es nicht, wir nehmen es nur als Hinweis, dass er womöglich nur sporadisch in seine Schöpfung eingreift. Allmächtigkeit ist ja nicht unbedingt eine Verpflichtung, sich um alles zu kümmern. Oder er hat uns einfach gelassen,…

Elke Buhr – Brief einer Leserin (23)

Die Kursbuch-Rubrik »Brief eines Lesers« wird von den Autoren und Autorinnen sehr unterschiedlich interpretiert. Manche schreiben etwas zum Thema des Bandes, in dem der Brief erscheint. Manche reflektieren über ihr Verhältnis zum Kursbuch als Institution und Begleiter vieler intellektueller Biografien. Selten nur fungiert der Brief so, wie ich ihn hier verstehen möchte: als klassischer Leserbrief. …

Sibylle Lewitscharoff – Drei Tannen

Es waren einmal drei kleine Tannen, die in einer leicht abschüssigen Schonung nahe der Staatsstraße 2368 wuchsen, die nach Bad Tölz führt. Sie waren dazu bestimmt, im Dezember abgeholzt zu werden, um als Weihnachtsbäume verkauft zu werden. Die zarten Tännchen standen nah beieinander und hatten so etwas wie Freundschaft geschlossen, obwohl dieses Wort vielleicht nicht…