Kursbuch 170 – Krisen lieben

 19,00 inkl. Mwst.

Das Kursbuch ist wieder da. Das Kursbuch war, 1965 gegründet von Hans Magnus Enzensberger, einst der zentrale Ort des Diskurses, der Kritik, des Tabubruchs, des unergründlichen Gedankens und der intellektuellen Debatte der alten Bundesrepublik. Das Kursbuch war der Ort, an dem Themen diskutiert wurden, für die es sonst kein Forum gab. Das Kursbuch war die Stimme einer Generation, die darum bemüht war, Themen, Herausforderungen und Fragen zu etablieren, für die es sonst keinen Ort gab.
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Einzelheft € (D) 19,00
Jahresabo € (D) 60,00, Studentenabo € (D) 48,00
192 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3867741842, ISSN 0023-5652
E-Book: € (D) 15,99, Single E-Book: € (D) 1,49
Erschienen 02. Februar 2012

Art.-Nr.: KB-170-EV Kategorie:

Beschreibung

Sven Murmann Vorwort • Armin Nassehi, Peter Felixberger Ein Anfang • Armin Nassehi, Peter Felixberger Das Kursbuch – Ein Ort kompetenter Gelassenheit • Henning Marmulla 1965/2012 • Armin Nassehi Der Ausnahmezustand als Normalfall • Dietmar Dath Legitimiert euch doch selbst • Werner Plumpe Ohne Krisen keine Harmonie • Gunter Dueck Ich hasse Krisen • Romuald Hazoumè Europa in der Krise • Daniela Roth Kanisterkunst • Jasmin Siri Krisen organisieren • Florian Rötzer Medien in der Krise • Wolfgang Schmidbauer Krisen der Psychotherapie • Katja Mellmann Literatur als KrisenerzählungKathrin Röggla Frühjahrstagung, Herbsttagung

Das Kursbuch war eine Institution. Es war das Vehikel einer linksliberalen Denkungsart, die sich sowohl der Radikalisierung von links verweigert als auch der Vereinnahmung durch Normalisierung entzogen hat. Das Kursbuch war das Forum, das endlich thematisiert hat, worüber anderswo geschwiegen wurde. DasKursbuch hat die alte Bundesrepublik moderner gemacht. DasKursbuch hat getan, was an der Zeit war.

Das neue Kursbuch ist anders – und doch will es wieder ein Ort sein, an dem das geschieht, was an der Zeit ist. Es ist anders, weil es nicht mehr darum kämpfen muss, Thesen gegen das Schweigen zu behaupten, Fragen gegen ihre Tabuisierung durchzusetzen. Inzwischen wird alles thematisiert und gefragt, was möglich ist, vielleicht sogar mehr. Was aber ist nun an der Zeit?

Aus dem Editorial von Armin Nassehi, Peter Felixberger „Ein Anfang“