30 Jahre Mauerfall: Aufräumarbeiten und Wiedervereinigung

Kapitalistisches Monster, Zombie der Wiedervereinigung, erinnerungskulturelle Bad Bank: In Medien und Literatur prägen Negativzuschreibungen das Bild der Treuhandanstalt, die 1990 zur Privatisierung der »volkseigenen« DDR-Unternehmen gegründet wurde. Die Treuhand soll verantwortlich sein für brüchige Biografien, für die Zerstörung von Lebensentwürfen, jahrzehntelange ökonomische Fehlentwicklungen und neuerdings muss sie gar als Sündenbock für das Auftreten von Rechtspopulisten herhalten.

 

Fast 30 Jahre nach dem Mauerfall ist es deshalb längst überfällig, die gefühlten Wahrheiten und Legenden den historischen Tatsachen gegenüberzustellen: Der langjährige Spiegel-Redakteur Norbert F. Pötzl hat im vergangenen Jahr über 14 Kilometer interne Treuhand-Akten gewälzt, die zurzeit nach und nach ins Bundesarchiv übergehen. Entstanden ist ein Manuskript, das Zukunftsträchtiges leisten kann: Sensibel für einzelne Schicksale, aber tatsachengetreu entwirrt Pötzl die Fäden um den Mythos Treuhand und weist damit voraus zu einem wirklich einigen Deutschland. Unsere Lektoren sind begeistert, unsere Setzer kurbeln den Turbo an, bevor das Buch in den kommenden Wochen in Druck geht und am 10. September erscheint. Bereits feststehende Veranstaltungen mit dem Autor finden Sie auf unserer Website, mehr Informationen in unserer Vorschau.
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