Mareike Vennen: Der grüne Komplex

Episoden zur Naturgeschichte der Stadt

Was haben Öko-Institut, Weltraumkolonien und urbane Brachflächen gemein? Sie alle haben mit Grün zu tun, auf ihre je eigene Weise, und mit Stadt. Statt den Versuch zu unternehmen, »das Grün« übergreifend zu fassen, geht es im Folgenden um konkrete Schauplätze und Sze­narien aus der Geschichte des Grüns in der Stadt – einige von ihnen ikonisch, andere weniger bekannt. Grün mit Natur und Ökologie zusammenzudenken, mag freilich wenig überraschen. Aber gerade für diese inzwischen so selbstverständliche Allianz war die Stadt zentral. Die Stadt bietet sich daher als Schauplatz und Untersuchungsobjekt an, weil sie eben nicht nur Schauplatz ist, sondern auch Akteur, der diesen Kon­nex historisch mit hervorgebracht hat. Anders gesagt: Wenn heute Grün unmittelbar mit Natur, Umweltschutz und Ökologie assoziiert wird, hängt das historisch (auch) mit der Stadt zusammen. Denn hier ist Grünes nicht einfach und immer gegeben. Es bedurfte und bedarf vielmehr historisch je verschiedener (Kultur-)Techniken, Diskurse und Medien, mittels derer Stadt und Grün zusammengedacht und zusammengebracht wurden. Die folgenden Überlegungen nähern sich dem Komplex von Grün und Stadt daher von den Praktiken aus, mit denen versucht wurde und wird, (Stadt-)Grün hervorzubringen, zu erforschen, einzuhegen, zu schützen oder auszumerzen.

Welcher Platz wurde dem städtischen Grün jeweils zugewiesen? An welchen Orten konnte sich das Grüne in der Stadt Bahn brechen, zu wel­cher Zeit erscheint es als vorbildlich für die Stadt und wann als störend? Auf welche Weise wurde städtisches Grün zum Objekt von Planung, öko­logischem Wissen, gärtnerischer und bürokratischer Einhegung oder aber von sozialem Protest und kulturellen Gegenwelten? Mithilfe welcher stadtplanerischen, bürokratischen und gärtnerischen Instrumente wurde Grün in der Stadt kultiviert und durch welche Diskurse wurde es eingehegt oder sich selbst überlassen? Mit welchen Maßnahmen oder Strategien wurde es abgewehrt, entfernt oder ausgeschlossen? Wie wurde für und gegen Grün argumentiert und zu welchen Zeiten wurde das Grün(e) zum Politikum und wann gerade sein Fehlen? Kurz: Welche Ver­flechtungen und Dynamiken im Verhältnis von Ökologie, Wissen und Stadt bringt es hervor?

Grüne Umwelten im Glas

Mehr Grün. Daran arbeiten urbane Gärtner nicht erst, seit die Begrünung des Stadtraums unter dem Label des Urban Gardening firmiert. »Mehr Grün« war schon in den frühen 1980er-Jahren das Motto, als unter Federführung städtischer Gartenämter innerhalb von drei Jahren 10 000 Hinterhöfe in Ost-Berlin verschönert werden sollten. Eine Begrünung hatte auch der Londoner Arzt und Hobbygärtner Nathaniel Bagshaw Ward 1829 im Sinn, als er sich daranmachte, in seinem Hinterhof im Osten Londons verschiedene Arten von Farnen zu kultivieren. Rückblickend erweist sich diese Episode in mehrfacher Hinsicht als folgenreich für das Verhältnis von Ökologie, Natur und Stadt.

Das Ergebnis von Wards hortikulturellen Ambitionen war zunächst recht kümmerlich. Im Osten Londons, mitten im Herzen industriellen Wachstums, war die Luft von schädlichen Staub- und Rußemissionen der Fabriken dermaßen verunreinigt, dass die Bemühungen städtischer Kleingärtnerei buchstäblich auf keinen grünen Zweig kamen. Umso größer war Wards Überraschung, als in einer mit Erde und Blättern aus­gelegten Flasche, die er zur Beobachtung einer darin lebenden Schmetterlingsraupe verschlossen auf sein Fenstersims gestellt hatte, unerwartet ein grüner Pflanzentrieb zu sprießen begann. Im Innern der Glasflasche hatte sich durch Verdunstung und Kondensation ein Mikroklima gebildet, sodass sich die Versuchsanordnung als funktionsfähige, das heißt wachstumsfördernde Umgebung für das zarte Grün entpuppte.

Die Ward’sche Flaschenfarnepisode mündete kurze Zeit später in die Entwicklung des ersten Wardian Case. Das unerwartet umtriebige Grün im Glas wechselte dafür in den 1830er-Jahren von der Flasche in ornamentale Glaskästen. Schon bald waren Wardian Cases in beliebiger An­zahl und Größe handelsfertig erhältlich und ließen einheimische und exotische Farne in bürgerlichen Salons sprießen.

Indem der Kasten das grüne Gewächs zum Wachsen und Gedeihen bringt, materialisiert sich in ihm das Bild einer nach außen hin unabhängigen, im Innern sich laufend selbst wiederverwertenden Natur, deren selbsterneuernde Kraft potenziell unendlich schien. Denn es war, so lässt Ward die Leser seiner Schrift On the Growth of Plants in Closely Glazed Cases [1] wissen, nur eine technische Materialschwäche – das Rosten des Flaschendeckels –, die seinem Experiment nach vier Jahren ein Ende setzte.

Das Grün erscheint hier im Modus des Natürlichen. Gleichzeitig ver­körpert der Wardian Case die Vision einer künstlich hergestellten Umwelt, deren Funktionsweise er beobachtbar und zugleich regulierbar macht. Genau in dieser Dopplung liegt einer der historischen Mechanismen, durch den »Grün« mit »Natur« kurzgeschlossen wird: Eine künstliche (An-)Ordnung wird hergestellt und diese kulturelle Setzung anschließend der Seite der Natur zugeschlagen und als solche präsentiert. So erscheinen Natur und Technik klar voneinander getrennt, und die eingeschlossene grüne Natur kann als positives Gegenbild zur (städt­ischen) Umgebung und zur umgebenden Ordnung fungieren. Gleichzeitig werden an solchen Medien ökologischen Wissens wie dem Wardian Case oder wenig später dem Aquarium die Manipulations- und Steuerungsmöglichkeiten der eingeschlossenen Natur erprobt. Aus den Ex­pe­rimenten resultiert also ökologisches Wissen wie ein Wissen über die Herstellung künstlicher Umwelten, die wiederum in sozialreforme­rische Visionen eingebettet werden können. Ward selbst hatte seine Kästen mit einem solchen Programm ausgestattet: Ärmeren Bevölkerungsschichten sollte die kastenförmige Zimmergärtnerei als eine Art »hortikulturelle Therapie« sinnvolle, ja sinnerfüllte Beschäftigung sein. Die Glaskästen sollten einen demokratisierten Zugang zu Wissen bieten, zugleich der moralischen, wenn nicht religiösen Erbauung dienen und nicht zuletzt durch den Eigenanbau von Nutzpflanzen Ernährungs- und Gesundheitsprobleme in den zunehmend überfüllten urbanen Zen­tren lösen. Diesen Komplex aus regulierter Natur und simulierter Natürlichkeit gilt es im Blick zu behalten, da er für das Verhältnis von Natur, Technik und Stadt zentral bleibt.

Am Ende blieben die Ward’schen Kästen vornehmlich ein Accessoire gehobener Schichten, die das Grün salonfähig machten. Hier im großbürgerlichen Interieur verhalfen sie der Zimmergärtnerei zu ungeahnter Blüte und trieben einen geradezu unersättlichen fern craze voran. Mit den Farnkästen ließen sich kleine grüne Heterotopien in Se­rie herstellen. Während dabei die Farnmode schon bald erhebliche Schäden in der Natur hinterließ, bot das Innere der Kästen weiter das paradie­sische Bild einer unberührten, harmonischen und ewig sich er­neuernden Natur, eines grünen Garten Eden im eigenen Heim. Doch wo nach Ausgleich gestrebt wird, ist häufig der Exzess nicht weit. Tatsächlich drohte die in den Glasbehältern eingeschlossene grüne Vision eines natürlichen Gleichgewichts beständig in ihr Gegenteil zu kippen. Das bezeugen die Wardian Cases ebenso wie die frühen Experimente mit Aquarien. Abgestorbene Pflanzenteile störten das fragile Gleichgewicht, allzu üppiger Farnwuchs oder das unkontrollierte Wuchern grü­ner Algen versperrten die (Ein-)Sicht und zwangen immer wieder dazu, von außen einzugreifen und das Grünende gärtnerisch einzuhegen. Da­rauf wird noch zurückzukommen sein.

Eingehegtes und aufständisches Grün

Nicht nur das eingeschlossene Grün im eigenen Heim bewegt sich beständig zwischen Gleichgewicht und Exzess, zwischen Einhegung und Grenzüberschreitung. Gleiches gilt für das Grün im öffentlichen Stadtraum. Wer die Stadt zum Garten machen will, muss heute zunächst durch ein Paragrafengestrüpp dringen – aus Grünanlagengesetz, Nach­bar­rechts­gesetz und Baumschutzverordnung. Bei öffentlichen Grünflächen ist die Stadt Eigentümer und das Grünflächenamt im Bezirk Ansprechpartner. Handelt es sich um eine Baumscheibe oder Grünfläche im Straßenbereich (Straßenbegleitgrün), ist das Straßen- und Tiefbauamt zuständig. Zwar mag die Verwaltung städtischer Grünflächen als büro­kratisch-schwerfälliges Gegenstück zum agilen und beweglichen Guerilla Gardening erscheinen oder erst recht zu dessen radikalerer Variante des Ecoterrorism. Doch sind diese öffentlichen Grünflächen bekanntlich selbst ein noch vergleichsweise junges Phänomen. Die Städte und mit ihnen das ansässige Bürgertum mussten sich Parks und Stadtwälder erst einmal einverleiben. So auch in Berlin, wo die Geschichte des Großen Tiergartens bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Das umzäunte Waldgebiet, vor den Grenzen der Stadt in der Nähe des Berliner Schlos­ses gelegen, war zunächst königliches Jagdrevier und wurde in den 1830er-Jahren vom höfischen Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné zum Landschaftspark nach englischem Vorbild umgestaltet. Um 1900 war die Stadt bereits so stark gewachsen und hatte ihre Grenzen so weit ausgedehnt, dass der Tiergarten von der Peripherie ins Zentrum gerückt und damit, von Häusern umringt, zum Stadtpark geworden war. Damit gingen Verwaltung und Verfügungsgewalt von königlichen Erlassen in die Hände einer »Parkdeputation« und eines neu berufenen städtischen Gartendirektors über. Hier beginnt die eigentliche Geschich­­te der Berliner Gartenverwaltung und – im 20. Jahrhundert – der Gartenämter. Zu dieser gehört das repräsentative »Schmuckgrün« ebenso wie das »sanitäre« Grün der Parks als Erholungsstätten und Klimaregulierer.

Doch nicht nur die Parks übernahmen neue Funktionen in der Stadt, hinzu traten die Begrünung innerstädtischer Straßenzüge und später mit sogenanntem »Schmuckgrün« bepflanzte Laternen und Blu­­­men­kü­bel. Letztere sind nicht nur eingehegtes Stadtgrün, sondern über­nehmen selbst Funktionen, um die Stadtbewohner einzuhegen und Ordnung zu schaffen. Denn viele dienen nicht vorwiegend der Ver­schö­nerung des Stadtbildes, sondern begrenzen, lenken, sperren oder regulieren die Verkehrs- und Menschenströme. Was im Stadtbild grünt und blüht, ist also nicht immer, was es scheint. Das lässt an die Strategien von Konzernen denken, die sich in ihren Produktinszenierungen und PR-Methoden der Farbe Grün als Wohlfühlfarbe, als Symbol für bio, öko und gutes Gewissen bedienen, um der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches, nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Image zu vermitteln, auch wenn gleichzeitig andere (entgegengesetzte) Ziele verfolgt werden. Mit Blick auf das Repertoire der Straßenmöblierung kommt der Pflanzenkübel weitaus unscheinbarer, mithin grüner daher als die Abpollerung zur Terrorabwehr, die innenstädtische Teile in Hochsicherheitszonen ver­wandelt. Beider »politische Ökonomie« gibt aber ganz konkrete Sach­zwänge vor und erweist sich damit als gouvernementale Technik, wie Helmut Höge schon 1989 in seiner »Kreuzberg-­Recherche« über »Ord­nung und Widerstand im Öffentlichen Raum« zum Projekt der Straßen­möblierung bemerkte,[2] und ist daher ein Agent, um öffentliche Straßen und Plätze regierbar zu machen. Eine andere Form des Greenwashing?

Mehr noch als die Begrenzung von Räumen durch Bepflanzung ruft die Begrenzung der Grünflächen in der Stadt – sei es in Form einer Planierung von Brachflächen oder der Privatisierung von Grünanlagen – regelmäßig Widerstand auf den Plan. Im Mai 1988 wurde ein Stück Stadtnatur im Tiergarten politisch mobilisiert, als Aktivisten der Westberliner linken Szene ein kleines verwildertes Stück Brachland im Schatten der Mauer, das Lenné-Dreieck, über mehrere Wochen besetzten.[3] Der Park stand überhaupt erst seit Ende der 1950er-Jahre wieder in Pracht und Blüte. Als nach dem Zweiten Weltkrieg Bäume und Sträu­cher aufgrund des Kohlemangels reihenweise verheizt werden mussten, hatte er sich zunächst in eine Mondlandschaft verwandelt, um dann zu einer Art Gartenkolonie mit rund 2550 Parzellen zu werden, wo – eher in der Tradition der Armengärten als der kleinbürgerlichen Laubenkolonie – vorübergehend Kartoffeln und Gemüse angebaut wur­den. Die Aufforstung im Rahmen eines Notstandsprogramms während der 1950er-Jahre wiederum wurde zur politischen (Symbol-)Aktion über Grenzen hinweg: Westdeutsche Städte übernahmen Patenschaften und spendeten Bäume, die teils über die Luftbrücke während der Berliner Blockade in die Stadt gebracht wurden. Eine so groß angelegte Mobilisierung von Stadtgrün hatte nicht nur viele Menschen mobilisiert, sondern auch das positive Image des Grüns und die Allianz zwischen ökologischem und sozialem Engagement gestärkt.

Zurück zum Frühjahr 1988, als das vier Hektar große Gebiet am Rande der Parkmauer für ein paar Wochen zu einem Zentrum politisch-­ökologischen Protests wurde. Das Lenné-Dreieck war zu dieser Zeit ein verwilderter Winkel, der zur DDR gehörte, aber westlich der Mauer lag. Als 1961 die Mauer entlang der Ebertstraße hochgezogen worden war, hatte man das unmittelbar davor liegende Dreieck nur mit einem Zaun abgesperrt, bis im März 1988 schließlich ein Gebietstausch zwischen der DDR und Westberlin vereinbart wurde. Die Stadt brauchte den grünen Flecken für den Bau einer Verbindungsstraße, die der Senat damals als Teilstück der Westtangente plante. Im Mai besetzten Umwelt­schützer, Mitglieder der Bürgerinitiative Westtangente und der Alterna­tiven Liste, autonome Aktivisten und Linke aus Westberlin das Ge­lände. Bis der im März vereinbarte Tausch im Juli 1988 in Kraft trat, hatte die Westberliner Polizei keinen Zugriff. In Berlin Extra, der von der Alternativen Liste herausgegebenen Zeitung für Gegenöffentlichkeit, hieß es: »Das Kubath/Lenné Dreieck ist (Wie lange noch?) ein einzigartiges Bio­top im Stadtraum, hier leben über 161 Pflanzenarten, darunter 11 vom Aussterben bedrohte. In den fast 30 Jahren, in denen sich das Biotop ungestört entwickeln konnte, entstand eine stabile Lebensgemeinschaft mit großer Artenvielfalt, die ohne Eingriffe des Menschen im Stadtklima existieren kann, und ihren Beitrag zur Reduzierung der Luftbelastung und zur Klimaverbesserung leistete.« [4]

Was derzeit der Hambacher Forst für Nordrhein-Westfalen ist und 1981 das Hüttendorf an der Startbahn West für Frankfurt, das war das Lenné-Dreieck für Berlin.[5] In diesem Fall ein Protest gegen die Berliner Verkehrspolitik und für den Erhalt und Schutz dieser Brachfläche, aus der sich über die Zeit ein Ruderalbiotop entwickelt hatte. Das Grün hatte sich neuen Raum in der Stadt gesucht – Trümmerfelder, Brachflächen und Straßenränder. Diese ökologischen Nischen wurden für die Stadtökologie in Westberlin zur epistemologischen Nische. Und als die Umweltbewegung den Raum schließlich im Mai 1988 besetzte, besetzte sie dadurch auch die ökologisch-epistemische Nische im politischen Diskurs. Die innerstädtische Peripherie wurde zum Zentrum von Gegenwissen, Gegenkultur und Gegenöffentlichkeit.

Am 1. Juli 1988 wurde das Lenné-Dreieck von mehreren Hundertschaften der (damals noch grün uniformierten) Polizei von Westberliner Seite aus geräumt. Auf die Räumung folgten umgehend Planierung und Rodung. Zu diesem Zeitpunkt war das Dreieck indes schon durch die Medien gegangen und zum Symbol für (Arten-)Vielfalt und Wider­stand, zum Plädoyer für ökologischen und politischen Wildwuchs geworden.

Bereits ein Jahrzehnt zuvor hatten Westberliner Ökologen die Grenzen der Stadtnatur und der Wissenschaft neu ausgelotet.[6] Die Stadtöko­logie, als Teildisziplin der Biologie mit der Tier- und Pflanzenwelt von Städten befasst und eng mit der Umweltbewegung verbunden, war damals noch jung. Ihre Entstehung in der Nachkriegszeit hing unmittelbar mit der isolierten Insellage Westberlins zusammen, die den Botanikern und Ökologen schlagartig den Zugang zu ihren alten Arbeits- und Exkursionsgebieten, den Waldstücken, Tümpeln und Dorfrändern in der Mark Brandenburg, erschwerte oder ganz verwehrte. Statt ins Grüne außerhalb der Stadt aufzubrechen, unternahmen die Wissenschaftler des neu gegründeten Instituts für Ökologie an der TU Berlin in den 1960er-Jahren daher Exkursionen ins innerstädtische Grün. Die Zer­stö­rung der Innenstadt während des Kriegs hatte großräumige Frei­flächen geschaffen, auf denen sich viele Pflanzen ansiedelten, die bis da­hin in der Berliner Region selten oder ganz unbekannt waren. Trüm­mer­flächen und Großbaustellen, die Pflasterritzenvegetation auf einem Bürgersteig oder der Schwermetallrasen auf einer Industriebrache, Süd­­gelände und Gleisdreieck avancierten zu neuen Stätten wissenschaftlicher Forschungs- und Sammeltätigkeit. Die Stadtökologen verhalfen so dem negativen Ruf der Stadtbrachen, denen zur Zeit des Wiederauf­baus in den 1960er-Jahren noch die Erinnerung an Zerstörung und Zerfall anhaftete, zu einem positiven Image und definierten die Stadtnatur neu. Aus grünen Restflächen und Unkraut wurden Wissensdinge. Was zum Wissensbestand der Ökologie gehörte, was epistemologisch an der Peripherie und im Zentrum verortet war, hatte sich also verschoben – und umfasste nun auch die Ruderalvegetation. Natur wurde damit urbanisiert und umgekehrt die Stadt naturalisiert.[7]

Vom planetarischen Gärtnern zur globalen Invasion

»Ökologische Nischen der Verweigerung« [8] hat Claus Pias Landkommunen wie Stephen Gaskins The Farm genannt, die Anfang der 1970er-Jahre in den USA wie Pilze aus dem Boden schossen und den Ausstieg aus der Gesellschaft probten. Während autarke Gesellschaft hier lokale Selbstversorgungsgemeinschaft meinte, setzten etwa zur gleichen Zeit die Pläne der NASA bei einem planetarischen Maßstab an. Die Epi­sode gehört inzwischen zum Standardrepertoire der Geschichte künstlicher Welten und der Ökologiegeschichte: Unter dem Eindruck der 1972 vom Club of Rome prognostizierten »Grenzen des Wachstums« galt es, für das »Raumschiff Erde« alternative Räume zu erschließen und neue Visionen zu entwickeln: Raumkolonien auf dem Mars.[9]

Als welch gefährlicher und lebensfeindlicher Ort der Mars in der Populärkultur zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt, wird wohl am eindrücklichsten durch die Invasion der Marsianer in Krieg der Welten (1898) verkörpert. Von »Marsmenschen« berichteten die Medien bereits im späten 19. Jahrhundert. Grün erschienen die Marsianer dann et­wa 1907 in den Illustrationen eines Artikels der Cosmopolitan über »The Things that live on Mars« [10] und ab 1912 prominent in der Science-Fiction-Saga um John Carter, den Edgar Rice Burroughs, Schöpfer der Tarzan-Figur, auf dem feindlichen Planeten mit grünen, vierarmigen Marsianern kämpfen lässt. Nachdem Mitte des 20. Jahrhunderts die grüne Feindseligkeit des roten Planeten zunächst der Faszination über ein mögliches (intelligentes) Leben auf dem Mars gewichen war, verkehrt sich das Bild in jüngerer Zeit, etwa bei Kim Stanley Robinson, schließlich völlig – worum es jetzt geht, ist die Besiedelung des Mars durch den Menschen.[11]

Die von der NASA entworfenen Pläne für Weltraumkolonien auf dem Mars – biogenerative Ökosysteme im Innern künstlicher Kuppeln – basierten auf der Grundlagenforschung zu Ökosystemen. Obwohl das Wort »Ökosystem« bereits in den 1930er-Jahren geprägt wurde, erhielt es, so hat Claus Pias gezeigt,[12] seine gegenwärtige Bedeutung erst nach dem Zweiten Weltkrieg unter den neuen epistemologischen und technischen Bedingungen von Kybernetik und Digitalrechnern, durch die nun Ökosysteme programmierbar schienen. Anfangs wurde diese Forschung direkt vom amerikanischen Militär, von der Weltraum- und von der Atomenergiebehörde finanziert. Das sind genau jene Institu­tionen, gegen die die Umweltbewegung der 1970er-Jahre protestiert hat. Hier künstliche Ökosysteme durch Technologie, dort Ökologie ge­­gen Technologie. Diskurshistorisch beziehen sich indes beide, auch das ist bereits gut erforscht, auf den Begriff des Ökosystems und die Vorstel­lung einer autarken, nachhaltigen, im Gleichgewicht befind­lichen Natur (und Gesellschaft), auf ein selbsterhaltendes System mit biologischem Anbau und erneuerbaren Energien. Ökosysteme bieten und bil­den somit die Grundlage für technische Kontrollfantasien und gleichzeitig für alternative kulturelle Programme.

Zusammen kommen beide Visionen Anfang der 1990er-Jahre in der Wüste Arizonas, in einem Großprojekt, das vor allem für sein Schei­tern bekannt ist: Biosphere 2. Unter einer riesigen Glaskuppel in Tucson wurde der Fall der Marskolonie auf der Erde erprobt, indem vier Männer und vier Frauen zwei Jahre lang in einem riesigen, von außen luftdicht abgeriegelten Gewächshaus leben sollten, mit verschiedenen Klimazonen. Technikemphase paarte sich mit der Phantasmagorie einer vorindustriellen Idylle.

Das Motiv des Einschlusses von Menschen im Glashaus ist bereits Ende des 19. Jahrhunderts ein beliebter Topos. In zahlreichen Romanen der Zeit, Theodor Fontanes L’Adultera oder Émile Zolas Die Beute etwa, werden die mondänen Varianten des Gewächshauses, der Win­ter­­garten und das Treibhaus, zu Schauplätzen einer künstlich erzeugten, überhitzten Treibhausatmosphäre, wo Pflanzentriebe und das Treiben der Menschen zum Exzess, zur Überschreitung von Sitten und Normen neigen. In der Treibhaushitze, die Zola heraufbeschwört, finden die Farnmode wie auch der kolonial unterlegte Exotismus ihren Widerhall, als Urwaldszenario, das vor vitalistischer Üppigkeit strotzt und gleichzeitig morbide, gefährliche, ja giftige und ansteckende Triebe (pflanzliche und menschliche) offenbart. Inmitten der »üppige[n] Vegetation« des Gewächshauses, seiner »mächtigen Pflanzenblätter, grünen Laubdächer« und dem »geheimnißvolle[n], meergrüne[n] Leben der Wasserpflanzen« wogte »ein Durst nach Wollust« durch den Raum, »in welchem der heiße Lebenssaft der tropischen Pflanzen brodelte. Die junge Frau wurde eine Beute jener mächtigen Paarungen im Erdreiche, die dieses üppige Grün, diese ungeheure Vegetation rings um sie her zeugen« und deren Gerüche »unerträglich, wie mit Gift geschwängert auf die Nerven wirkte[n]«.[13] Der Autor lässt keinen Zweifel an der überhitzten Künstlichkeit, die eine Dekadenz hervor- und vorantreibt, an der die Pflanzen wie die Gesellschaft kranken. Ge­schlech­terrollen verkehren sich, die Grenzen zwischen Animalischem, Vegetabilem und Menschlichem verwischen, Exzess, Ehebruch und Inzucht folgen. Das Grün erscheint auch hier im Modus des Natürlichen und Künstlichen zugleich, das grüne Wuchern als ein Produkt der Klimatechniken des Treibhauses und das exzessive, inzestuöse Treiben der Menschen ein Produkt der ebenso modernen wie modernden Metropolen.

Knapp 150 Jahre später taucht das Motiv in T. C. Boyles ironisch und lakonisch erzähltem Roman Die Terranauten, dem das Biosphere 2-­Projekt unmittelbar als Folie dient, wieder auf. Boyle spart nicht an biblischen Referenzen und Verweisen auf den Topos vom Treibhaus als Ort der Triebe und Exzesse – ein mikroklimatischer abgeschlossener Kosmos als ökologische wie auch soziale Versuchsanordnung. Irgendwann läuft alles aus dem Ruder. Sauerstoffmangel, blinde Passagiere in Form invasiver Arten im geschlossenen Kosmos, dereguliertes System, Abbruch der Mission – und das nicht nur im Roman, sondern bekanntlich auch im realen Projekt Biosphere 2.

Geht die wahre Invasion also einstweilen nicht von grünen Marsianern, sondern unerwünschten tierischen und pflanzlichen »Eindringlingen«, sogenannten invasiven Arten aus? Spätestens hier ist jedenfalls die grüne Natur nicht mehr idyllisches Bild einer wohlgeordneten belle nature und passives Objekt von Kultivierungs-, Aufforstungs- oder Ein­hegungsversuchen. Aber nicht erst das Anthropozän hat im Zeichen des Posthumanismus umweltliche Untergangsszenarien hervorgebracht. 1885 fällt in Richard Jefferies’ postapokalyptischem Roman After London die unkontrolliert wuchernde Natur in die Stadt ein und holt sich zurück, was ihr von Städtebauern abgerungen und von ihnen unterdrückt wurde.[14] Bei den meisten sich ausbreitenden invasiven Arten, die heute bekannt sind, handelt es sich indes weniger um »Eindringlinge« denn vielmehr um »Eingeschleppte«, nämlich unabsichtlich importierte (Grün-)Pflanzen. Und die verbreiteten sich ab dem 19. Jahr­hundert vor allem durch neue Transporttechnologien wie den Wardian Case. Während die Glaskästen sich in der viktorianischen Gesellschaft unaufhaltsam ausbreiteten, traten sie zugleich jenseits des privaten Heims eine zweite Karriere an: als Transportmittel für lebende Pflanzen auf Schiffen, die, entlang der Infrastrukturen von Kolonialismus, den globalen Pflanzentransfer nachhaltig revolutionierten.[15] Bis dahin mussten sich Kapitäne und Schiffsbesatzungen als Gärtner auf See betätigen und den ohnehin engen Raum mit ihren Pfleglingen teilen, der manchmal von sogenannten Pflanzenkabinen an Deck extrem beschränkt wurde. Dass die Matrosen davon nicht immer angetan waren, bezeugt wohl am eindrücklichsten die berühmte Meuterei auf der »Bounty« von 1787. Wurde diese angeblich doch dadurch ausgelöst, dass das Schiff, ein ehemaliger Kohletransporter, in ein schwimmendes Gewächshaus um­gebaut worden war. Dagegen nahmen die abgeschlossenen Wardian Cases nicht nur weniger Platz ein, sondern erforderten auch keinerlei Pflegemaßnahmen. Es gelangten durch sie nun massenweise Farne und andere Pflanzen – meist über botanische Gärten als staatliche Anlaufstellen und globale Umschlagplätze – in die Städte und Wohnstuben. Das stabile Mikroklima im Innern der nur selten kontrollierten Kästen bot aber auch anderen Organismen ideale Voraussetzungen, um lange Reisen zu überleben. Die massenhaft eingeschleppten Lebewesen und daraus folgenden biologisch-ökologischen Gefährdungen sind damit vor allem eine Folge des globalen Ausbaus jener kolonialen Handels- und Verkehrsrouten, auf denen massenhaft Tiere und Pflanzen transportiert wurden. Und häufig genug verbreiteten sich die blinden Passagiere am neuen Ort, wie schon 1890 der Hamburger Wissenschaftler, Natur­kund­ler und Lehrer Justus J. H. Schmidt in Die eingeschleppten und verwilderten Pflanzen der Hamburger Flora beschrieb.[16] Diese »verwilderten Pflanzen« bilden inzwischen einen nicht unerheblichen Teil der Untersuchungsobjekte von Stadtökologen, diesmal jedoch überwiegend – im öffentlichen Diskurs mithin hochgradig – negativ besetzt. Im Diskurs um invasive Arten werden wieder Kategorien aufgerufen, mit denen deutsche Naturkundler im Dunstkreis der Heimatbewegung im 19. Jahr­hundert operierten, um ihre Terrarien und Aquarien allein mit »einheimischen« Lebewesen zu besetzen und von »fremdländischen« frei zu halten. Ungeachtet dessen sind heute – wenn auch häufig unbemerkt – unter den Pflanzen des Stadtgrüns zahllose, die unbeabsichtigt eingeschleppt wurden.

Manches Mal können sogar ganze Biotope gleichsam unbeabsichtigt entstehen. Die militarisierte Grenzlinie des »Eisernen Vorhangs«, die Ost und West trennte, führte zu einigen unbeabsichtigten, aber sehr günstigen Effekten für den Naturschutz. Als ein Ergebnis der stren­gen Landnutzungsbeschränkungen entwickelten sich etliche Grenzgebiete entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs zu besonders artenreichen und florierenden Biotopen, die als Lebens- und Rückzugsräume für ansonsten verdrängte Arten dienten. Der Todesstreifen wurde für Pflan­zen, darunter viele bedrohte, zum Lebensraum. Der Mauerbau änderte somit die Bilanz von Arten auf der »Roten Liste« und der »Grünen Liste«. Nach der Wiedervereinigung wurde der Todesstreifen zum Grü­nen Band erklärt, ein ökologisches Netzwerk von Lebensräumen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze – und weit darüber hinaus. Als im Dezember 1989 in Hof Naturschutzverbände zusam­men­kamen und den Begriff »Grünes Band« prägten, war die Initiative zunächst vor allem aus lokalen Akteursnetzwerken erwachsen, und ist damit ein weiteres Beispiel für »Graswurzelpolitik«.

Die wenigen hier skizzierten Episoden mögen genügen, um zu zeigen, wie wechselhaft das Grün und seine Geschichte sind. Es gibt die unterschiedlichsten Formen von Grün in der Stadt – vom Wildwuchs bis zur Kübelbepflanzung –, die wiederum mit je unterschiedlichen Wissensformen verbunden sind – vom Wissen bis zum Gegenwissen, verortet an der Peripherie oder im Zentrum. Damit verbunden verkörpert das Grün in der Stadt verschiedene, ja teils gegensätzliche Vorstellungen – Natürlichkeit, Künstlichkeit. Grün lässt sich also nicht einfach oder eindeutig fassen, selbst nicht durch den Fokus der Stadt betrachtet. Es schillert in vielen Nuancen und wechselt mitunter die Seiten. Das Verhältnis von »Grün« und »Stadt« ist in seiner Geschichtlichkeit permanent in Veränderung, die Grenzen verschieben sich immer wieder. Das wird vielleicht nirgendwo so augenfällig wie an der innerdeutschen Grenze, die mit dem Stadtgrün auf vielfältige Weise verflochten ist. Durch die Grenzlinie wird zunächst die Zugänglichkeit zum Umland begrenzt, was die Westberliner Stadtökologie hervorbringt. Sie erweitert wiederum die Vorstellung vom Grün in der Stadt – etwa um den grünen Wildwuchs der Industriebrachen. In der ­Ruderalvegetation überlagern sich Ökologie-, Stadt- und Zeitgeschichte; sie wird zugleich Wissensobjekt der Stadtökologen, Planungs- beziehungsweise Planierungsgegenstand von Politik und Stadtplanung und zum Symbol für Umweltschutz und alternative (Frei-)Räume. Nach dem Mauerfall wurde wiederum der ehemalige Todesstreifen zum Grünen Band, das mehrere ökologische Netze in Deutschland und Europa verbindet. Zum »Grün-Komplex« gehören daher zahlreiche vermeintlich getrennte Wis­sensfelder, Diskurse und Kontexte, deren Verflechtungen weiterzuverfolgen sich ohne Zweifel lohnt. Eines ist immerhin bis hierher schon klar geworden: Grün ist politisch, auch und vielleicht gerade da, wo es das nicht zu sein scheint.

 

Mareike Vennen, geb. 1982, ist Kulturwissenschaftlerin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zuletzt erschien Das Aquarium. Praktiken, Techniken und Medien der Wissensproduktion (1840–1910).

 

Der Text erschien in Kursbuch 197 »Das Grün«. Dieses und andere Kursbücher finden Sie in unserem Webshop.

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Anmerkungen

[1]        Nathaniel Bagshaw Ward: On the Growth of Plants in Closely Glazed Cases. London 1842. Vgl. auch Mareike Vennen: Das Aquarium. Praktiken, Techniken und Medien der Wissensproduktion (1840–1910). Göttingen 2018.

[2]        Helmut Höge: Pollerforschung. Hamburg 2018; vgl. darin insbesondere den Beitrag von Chris­toph Eggersglüß.

[3]        Zu den Protesten vgl. etwa Sandra Bartoli et al. (Hrsg.): Tiergarten, Landscape of Transgression (This Obscure Object of Desire). Zürich 2017.

[4]        O. A.: »Natur unter ASOG. Senat schafft sich ›rechtsfreien Raum‹«, in: Berlin Extra. Zeitung für Gegenöffentlichkeit, Juli 1988, o. S.

[5]        Zur Umweltgeschichte des Frankfurter Flughafens und zu den Protesten um die Stadtbahn West forscht derzeit Nils Güttler, dem ich zahlreiche Anmerkungen verdanke.

[6]        Vgl. Jens Lachmund: Greening Berlin: The Co-Production of Science, Politics, and Urban Nature. Cambridge u. a. 2013.

[7]        Vgl. Jens Lachmund: »Kartennaturen. Zur Historischen Soziologie der Stadtökologie von Berlin (West)«, in: David Gugerli, Barbara Orland (Hrsg.): Ganz normale Bilder. Historische Beiträge zur visuellen Herstellung von Selbstverständlichkeit. Zürich 2002.

[8]        Claus Pias in: Annett Zinsmeister (Hrsg.): welt[stadt]raum. Mediale Inszenierungen. Bielefeld 2008, S. 25–52, hier S. 40.

[9]        Vgl. etwa Sabine Höhler: Spaceship Earth in the Environmental Age: 1960–1990. London u. a. 2015.

[10]       H. G. Wells: »The Things that Live on Mars«, in: Cosmopolitan 44/4 (1908), S. 334–342.

[11]       Vgl. Sabine Höhler: »Mars Fiction and Experiments with Life on Earth«, in: Environmental Philosophy 14/1 (2017), S. 83–100.

[12]       Claus Pias: »Paradiesische Zustände. Tümpel – Erde – Raumstation«, in: Butis Butis (Hrsg.): Stehende Gewässer. Medien der Stagnation. Zürich, Berlin 2007, S. 47–66.

[13]       Émile Zola: Die Beute [frz. La Curée, 1871], Berlin 1981, S. 37–38.

[14]       Richard Jefferies: After London and Amaryllis at the Fair [1885]. London, New York 1948.

[15]       Vgl. Richard Clough: »Opening the Wardian Case. Experiments in Plant Transportation«, in: Australian Garden History 19/1 (2007), S. 4–6.

[16]       Justus J. H. Schmidt: Die eingeschleppten und verwilderten Pflanzen der Hamburger Flora. Ham­burg 1890, S. 7. Zum Wardian Case als Verbreitungsmedium invasiver Arten vgl. auch Stuart McCook: »›Squares of Tropic Summer‹. The Wardian Case, Victorian Horticulture, and the Logistics of Global Plant Transfers, 1770–1910«, in: Patrick Manning, Daniel Rood (Hrsg.): Global Scientific Practice in an Age of Revolutions, 1750–1850. Pittsburgh 2016, S. 199–215.

 

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