Kursbuch 186 – Rechts. Ausgrabungen

 19,00 inkl. Mwst.

Kursbuch 186 „Rechts. Ausgrabungen“
Peter Felixberger, Armin Nassehi (Hg.)

Warum wir ein Heft über »Rechts« machen, muss nun wirklich nicht weiter begründet werden. Es liegt auf der Hand. Deshalb einige Erläuterungen zur Ausgrabungsmethode (s.u., mit anklickbarer Autorenliste)

Einzelheft € (D) 19,00
Jahresabo € (D) 60,00, Studenten-Abo € (D) 48,00
192 Seiten, ISBN 978-3-94651-401-5, ISSN 0023-5652
E-Book: € (D) 15,99, Single E-Book: € (D) 1,49
Erschienen am 02. Juni 2016

 

Artikelnummer: KB-186-EV Kategorie: Schlüsselworte: ,

Beschreibung

Jens-Christan Rabe Brief eines Lesers • Peter Felixberger Rechts! Zwo! Drei! Vier! • Daniel Bax Feindbild: Islam • Hans Hütt Auf dem Weg in die Tyrannei •  Armin Nassehi Nicht nur die Rechten • Rainer Joedecke Willkommen in Hoyerswerda •  Angela Wierig Nazis in Sicht • Liane Bednarz Radikal bürgerlich • Barbara Vinken Die Angst vor der Kastration •  John Stuart Mill Die Negerfrage

Warum wir ein Heft über »Rechts« machen, muss nun wirklich nicht weiter begründet werden. Es liegt auf der Hand. Deshalb einige Erläuterungen zur Ausgrabungsmethode: »Die Archäologie versucht, nicht die Gedanken, die Vorstellungen, die Bilder, die Themen, die Heimsuchungen zu definieren, die sich in den Diskursen verbergen oder manifestieren; sondern jene Diskurse selbst, jene Diskurse als bestimmten Regeln gehorchende Praktiken. Sie behandelt den Diskurs nicht als Dokument, als Zeichen für etwas anderes, als Element, das transparent sein müsste (…) Aus dem Editorial zum Kursbuch 186 von Armin Nassehi, das Sie hier weiterlesen können.

Die methodische Klammer dieses Kursbuchs dürfte deutlich geworden sein – unsere Autorinnen und Autoren nehmen all das, was unter dem sehr breiten Dach »Rechts« ausgegraben werden kann, tatsächlich als Monument, um Foucault noch einmal aufzunehmen. Es geht darum, die ausgegrabenen Bruchstücke in ihrem praktischen Sinn zu verstehen – und dieser praktische Sinn scheint überall auf Verunsicherungen zu stoßen – oder auf Situationen, in denen solche Verunsicherungen instrumentalisiert werden können. Der Fokus all dieser Praktiken scheint eine Welt zu sein, die eben nicht anstrengend ist, in der man weiß, wer wohin gehört, und in der Hierarchien und Erhabenheiten deutlich sichtbar geregelt sind. Überall kommen beleidigte Akteure vor, denen in diesen Texten von Kleingeisterei bis zur Kastrationsangst bescheinigt wird, sich der Komplexität dieser Welt nicht zu stellen.

Armin Nassehi, Juni 2016