Kursbuch 180 – Nicht wissen

 19,00 inkl. Mwst.

Wenn man genau hinsieht, hängt die Latte des Wissens sehr hoch – nicht wenn wir im Alltag Wissen anwenden, aber wenn wir etwas übers Wissen wissen wollen und darüber räsonieren. Warum also nicht am Anfang die Latte wirklich hoch hängen? Wie hoch die Erwartungen ans Wissen letztlich sind, zeigt sich schon in der antiken Philosophie.

Einzelheft € (D) 19,00
Jahresabo € (D) 60,00, Studentenabo € (D) 48,00
200 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3867743877, ISSN 0023-5652
E-Book: € (D) 15,99, Single E-Book: € (D) 1,49
Erschienen 02. Dezember 2014

Artikelnummer: KB-180-EV Kategorie:

Beschreibung

Wenn man genau hinsieht, hängt die Latte des Wissens sehr hoch – nicht wenn wir im Alltag Wissen anwenden, aber wenn wir etwas übers Wissen wissen wollen und darüber räsonieren. Warum also nicht am Anfang die Latte wirklich hoch hängen? Wie hoch die Erwartungen ans Wissen letztlich sind, zeigt sich schon in der antiken Philosophie. Schon Platon – darunter machen wir es nicht, wenn wir die Latte wirklich hoch hängen – unterscheidet zwischen episteme und doxa, also zwischen dem Wissen und dem bloßen Meinen; das Erste unfehlbar und wahr, das Zweite bloß plausibel und fehlbar, das Erste also wirklich echtes, wahres Wissen, das Zweite ein Alltagswissen, das hinreicht, um das tägliche muddling through zu bewältigen.

Diese Unterscheidung sollte sich in Variationen in der ganzen abendländischen Denkgeschichte halten und findet in Kants Kritik der reinen Vernunft ihre berühmteste Formulierung.

Auszug aus dem Editorial von Armin Nassehi