Ralph Niese – Zum Teufel nochmal! – 01

Aus dem Editorial von Armin Nassehi: „Ralph Niese war zweifellos der spannendste Beiträger dieses Kursbuchs. Denn er hat es mit seinem Abgabetermin verteufelt aufregend gemacht. Wir waren aber von seinen Bildern so angetan, dass wir die Begriffe Redaktionsschluss und Druckdatenabgabe mit hohen Freiheitsgraden ausstatteten. Am Ende lieferte der Character Designer, Comic Artist und Illustrator dann…

Kursbuch 196 – Der Inhalt

Elke Buhr – Brief einer Leserin (23) • Armin Nassehi –  Editorial • Sibylle Lewitscharoff Drei Tannen • Gregor Maria Hoff – Kirche zu, Problem tot • Armin Nassehi – Strategisch. Religiös. Reden  • Karsten Fischer – Mullahs, Monster und Ministerräte • Jens Spahn – Christ und Demokrat in Union • Diedrich Diederichsen – Magic and Lies • Ralph Niese – Zum Teufel nochmal! • Johann Hinrich Claussen – Der Fremde…

Kursbuch 196 – Editorial

Die aktuelle Theodizee-Frage lautet: Wie konnte Gott es zulassen, dass es dieses Kursbuch gibt? Über Religion, zum Teufel! Wir wissen es nicht, wir nehmen es nur als Hinweis, dass er womöglich nur sporadisch in seine Schöpfung eingreift. Allmächtigkeit ist ja nicht unbedingt eine Verpflichtung, sich um alles zu kümmern. Oder er hat uns einfach gelassen,…

Elke Buhr – Brief einer Leserin (23)

Die Kursbuch-Rubrik »Brief eines Lesers« wird von den Autoren und Autorinnen sehr unterschiedlich interpretiert. Manche schreiben etwas zum Thema des Bandes, in dem der Brief erscheint. Manche reflektieren über ihr Verhältnis zum Kursbuch als Institution und Begleiter vieler intellektueller Biografien. Selten nur fungiert der Brief so, wie ich ihn hier verstehen möchte: als klassischer Leserbrief. …

Sibylle Lewitscharoff – Drei Tannen

Es waren einmal drei kleine Tannen, die in einer leicht abschüssigen Schonung nahe der Staatsstraße 2368 wuchsen, die nach Bad Tölz führt. Sie waren dazu bestimmt, im Dezember abgeholzt zu werden, um als Weihnachtsbäume verkauft zu werden. Die zarten Tännchen standen nah beieinander und hatten so etwas wie Freundschaft geschlossen, obwohl dieses Wort vielleicht nicht…

Armin Nassehi – Strategisch. Religiös. Reden

Warum Religion keine Privatschrulle ist und weltgesellschaftliche Konflikte religiös werden Wir haben uns daran gewöhnt, das Religiöse als eine Art privates Personenstandsmerkmal aufzufassen. Wer religiös redet, tut das gerne im Modus der authentischen, der persönlichen, der innerlichen Rede. Der Modus der Rede kapriziert sich auf die individuelle Entscheidung und vor allem darauf, dass der Geltungsraum…

Karsten Fischer – Mullahs, Monster und Ministerräte

Der neutrale Staat im religionspolitischen Handgemenge Psychologisch gesehen sind Religionsübungen Zwangshandlungen, und zwar in kollektiver, kultureller Hinsicht: »Ein fortschreitender Verzicht auf konstitutionelle Triebe, deren Betätigung dem Ich primäre Lust gewähren könnte, scheint eine der Grundlagen der menschlichen Kulturentwicklung zu sein. Ein Stück dieser Triebverdrängung wird von den Religionen geleistet, indem sie den einzelnen seine Trieblust…

Diedrich Diederichsen – Magic and Lies

Über Religion und Pop-Musik Nach dem Verhältnis von Pop-Musik und Religion werde ich gefragt, ich vermute, weil sich da etwas geändert hat.  Religion hat das Opium- und Eskapismus-Stigma verloren und gilt heute als gesellschaftsbildende, womöglich auch gesellschaftskritische Kraft: Die jeweiligen Inhalte mögen noch so bescheuert sein, der Respekt wenigstens vor den Marginalisierten und Ausgegrenzten unter…

Johann Hinrich Claussen – Der Fremde in uns

Sechs Mosaiksteine einer Religion der Migration In den USA hat eine soziologische Studie die unterschiedlichen Einstellungen von christlichen und religionslosen Trump-Anhängern gegenüber Fremden untersucht. Dabei ist das libertäre Cato Institute, wie Ross Douthat jüngst in der New York Times berichtete, zu interessanten Ergebnissen gekommen. Denn, was hierzulande kaum wahrgenommen wird, das rechte Lager jenseits des…