Veranstaltungen

Dienstag 27.11. um 20.00 Uhr
– Fällt krankheitsbedingt aus, verschoben auf 2019 – 

Salon Luitpold c/o Kursbuch
Kursbuch-Salon mit Peter Felixberger und Alexander Gutzmer

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Post-Fake-Grenzen, USA-Mexiko
Die US-mexikanische Grenze als interaktives Medium und dünne Membran. Sie ist insgesamt über 3000 Kilometer lang und soll – geht es nach Donald Trump und seinen Anhängern – endgültig den Zustand einer veritablen Befestigungsanlage erreichen: »La Frontera«, wie die Grenze zwischen Mexiko und den USA genannt wird, aufgerüstet zum Bollwerk gegen den armen Süden und die von dort einströmende illegale Migration in den reichen Norden. 

Das gigantomanische Projekt ist noch nicht in Angriff genommen – lediglich die Test-Errichtung von prototypischen Mauersegmenten bei San Diego ist mit gebührendem Medienpomp begleitet worden. Für den vielleicht noch lang anhaltenden Moment wichtig aber ist schon einmal das damit gegebene Signal: wir drinnen, ihr draußen. Ganz das Klischee von der Grenze als Schutzwall gegen alles Unerwünschte von draußen. Dieses medial vermittelte schlichte Bild steht in einem grotesken Gegensatz zur vorhandenen Vielschichtigkeit, in der sich diese »Grenze aller Grenzen« präsentiert. Nie ist eine Grenze einfach nur linearer Verlauf. Immer und in jeder Hinsicht ist sie soziales Konstrukt und spiegelt als solches die Gesellschaft und schließlich sich selbst. Sie selbst wird zum Medium, das sich durch gelebten Alltag, Kunst -und Kulturprojekte genauso verändert wie durch Ökonomie und Politik und nicht zuletzt durch Drogenkartelle, Gewalt und Tod.

Zu faszinieren begann die mexikanisch-US-amerikanische Grenzregion Alexander Gutzmer (*1974) spätestens, als er vor zwei Jahren seinen Lebensmittelpunkt zeitweise nach Mexiko verlegte. Dort lehrt er als Gastprofessor an der Hochschule Tecnológico de Monterrey. Daneben ist der promovierte Kulturwissenschaftler und Diplom-Betriebswirt Chefredakteur des Münchner Architekturmagazins Baumeister und Editorial Director des Verlags Georg D.W. Callwey.  Gutzmer lehrt als Professor für Medien und Kommunikation an der Quadriga-Hochschule in Berlin. Peter Felixberger ist Programmgeschäftsführer Murmann Publishers und Herausgeber des Kursbuches.

Weitere Informationen zu den Salon-Abenden im Café Luitpold sowie Hinweise zur Anmeldung finden Sie unter:
www.cafe-luitpold.de
www.cafe-luitpold.de/veranstaltungen.html

 


Frühere Veranstaltungen

Samstag, 24.11. um 20.00 bis 23.00

Salon Luitpold c/o Kursbuch
Kursbuch-Salon mit Armin Nassehi,
Peter Felixberger und Jens Spahn

Die Veranstaltung auf Youtube.


Foto: Uwe Aufleger

Kursbuch 196 „Religion, zum Teufel!“
Opium für’s Volk oder Beschleuniger von Konflikten? Moralagentur oder Terrormaschine? Große Projektionsfläche oder Orientierungsmaßstab für Sterbliche? Einer der Autoren, die der Frage nachgehen, wie sich das Religiöse heute zeigt, warum es konfliktuös, aber vielleicht auch hilfreich ist und warum es in der Sphäre des Politischen auch nicht gerade leicht ist, mit Religion umzugehen, ist Bundesgesundheitsminis
ter und CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn.

Mit ihm haben die beiden Herausgeber Armin Nassehi und Peter Felixberger einige Aspekte des Spannungsverhältnisses von Glaube, Religion und Politik beleuchtet und diskutiert. Das Salongespräch verspricht interessante Einblicke in das Zusammenspiel von Religion und Politik und wird vielleicht sogar die eine oder andere thematische Tiefenbohrung ermöglichen.
Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, ist bekennender Katholik. Für ihn ist sein Glaube, wie er kürzlich der Zeitschrift Christ & Welt verriet, Heimat. Sein Glaube spendet ihm Geborgenheit, Sicherheit und Gelassenheit. In der politischen Arena gehört er aber eher zu denen, die sich nicht von religiös begründeter Gesinnungsethik davontragen lassen, sondern die Folgen ihres politischen Handelns in den Vordergrund stellen.
Armin Nassehi, Soziologe und Sachbuchautor, hält seit 1998 den Lehrstuhl für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit sind Kultursoziologie, Politische Soziologie, Religionssoziologie sowie Wissens- und Wissenschaftssoziologie. Peter Felixberger ist Programmgeschäftsführer der Murmann Publishers und Herausgeber des Kursbuches.

Weitere Informationen zu den Salon-Abenden im Café Luitpold sowie Hinweise zur Anmeldung finden Sie unter:
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Salon Luitpold c/o Kursbuch
Post-Fake-Marketing, „Tod der Werbung“

Die Veranstaltung auf Youtube.


Foto: Uwe Aufleger

Mit Hermann Sottong, Inga Ellen Kastens, moderiert von Peter Felixberger. Dass Werbung mehr und mehr in Ungnade fällt, liegt auch an der Art und Weise, wie sie vielfach kommuniziert, an den Versprechungen, die sie uns macht und häufig genug auch daran, dass sie unsere Intelligenz beleidigt.

Dienstag 13.11. um 20.00

Marken malen uns die Produktwelt in den schönsten Farben, die den Alltag zum quietschbunten Glückserlebnis machen und versprechen Wünsche zu erfüllen, die in den Köpfen der Angesprochenen womöglich noch nicht einmal existieren. Und weil die Bilder der Kreativen so schön, die transportierten Versprechungen so verlockend sind, kaufen die Leute. So weit, so logisch? Wie also werden Marken eigentlich zu Marken?
Hermann Sottong wechselte zum Studium von der Saar an die Isar, wo er die prägende Begegnung mit Strukturalismus und Semiotik zur Promotion über Denksysteme in der Literatur des 19. Jahrhunderts erlebte. Sein Freiheitsdrang und die Mechaniken des Unibetriebs erwiesen sich als inkompatibel, also gründete er eine Beratungsagentur für Unternehmenskommunikation. Da die kommunikativen Fähigkeiten von Wirtschaftsorganisationen nach seiner Beobachtung eher nicht zugenommen haben, bleibt hier noch viel zu tun. Inga Ellen Kastens, Gründerin und Geschäftsführerin von ZIFFEREINS GmbH & Co. KG, Münster. Peter Felixberger ist Programmgeschäftsführer der Murmann Publishers und Herausgeber des Kursbuches.

Weitere Informationen zu den Salon-Abenden im Café Luitpold sowie Hinweise zur Anmeldung finden Sie unter:
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Foto: Uwe Aufleger

 


FAQ-Room 24. Jenseits der Nationen:
Europäische Identität, Unionsbürgerschaft, res publika


Podiumsdiskussion am 08. November 2018 um 20 Uhr im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. In Europa, so Jean Monnet, einer der Väter der Europäischen Union, gehe es nicht darum, Staaten zu integrieren, sondern darum, Menschen zu vereinen.

08. November 2018, 20.00, Hamburg

In Zeiten von aufkeimendem Populismus und Nationalismus ist die vielzitierte europäische Identität oft eher Zielscheibe von Kritik als vereinendes Element. Warum scheint das Verantwortungsgefühl der Bürger*innen für das Projekt Europa so wenig belastbar? Wie könnte die vielbeschworene Vision einer Einheit in Vielfalt über die nationalen Grenzen hinweg vielleicht doch realisiert werden? Wie sich ein gesamteuropäisches Identitätsbewusstsein entwickeln könnte, welche Bedeutung dabei die Unionsbürgerschaft spielt und wie eine europäische Identität oder gar eine europäische Staatsbürgerschaft aussehen könnten, möchten wir mit dem Soziologen Prof. Armin Nassehi, dem Europa- und Völkerrechtler Prof. Markus Kotzur sowie der Europawissenschaftlerin Marie Rosenkranz vom European Democracy Lab diskutieren.

Die Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg und der Kursbuch Kulturstiftung.
Weitere Informationen sowie Tickets zur Veranstaltung finden Sie unter:
https://www.schauspielhaus.de/de_DE/stuecke/faq-room-24-jenseits-der-nationen-europaei.1200722


Hintergrund: Das European Balcony Project

Das Europa der Nationalstaaten steckt in einem fundamentalen Krise. Die Europäische Republik erscheint mehr denn je als EUtopie (Griechisch εὖ  “gut” und τόπος  “Ort”) für eine demokratische Zukunft in Europa: Eine Republik, die den politischen Gleichheitsgrundsatz für alle Bürger*innen Wirklichkeit werden lässt. Das Gemeinwohl, res publica, dient hierbei als Leitprinzip einer zukünftigen europäischen Ordnung, um die vielzitierte Einheit in Vielfalt zu realisieren. Am 10. November 2018 um 16 Uhr wird deshalb im Rahmen des European Balcony Projects in zahlreichen europäischen Städten eine Europäische Republik ausgerufen, die die Weichen für ein gemeinsames, soziales und demokratisches Europa stellen soll. Ins Leben gerufen wurde die Initiative von Ulrike Guérot, Robert Menasse und Milos Rau. Die Kursbuch Kulturstiftung beteiligt sich mit der Podiumsdiskussion am European Balcony Project.

Weitere Informationen:
https://europeanbalconyproject.eu/en/blog
https://europa.blog/die-ausrufung-einer-europaischen-republik-the-european-balcony-project/
Trailer auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=WiyMh7khVJU


„1968 und die Neuen Rechten. Europäische Perspektiven.“
Im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg


Tagung „1968 und die Neuen Rechten. Europäische Perspektiven.“

im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg. In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und dem Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg. Mehr zur Veranstaltung finden Sie hier.

07. November 2018, 14:00, Hamburg

1968 sahen wir Studentenunruhen, Klassenkampf und Gegenmacht vor allem in Frankreich, Deutschland und Italien, Tauwetter und Demokratisierungsblüten in Osteuropa, Prager Frühling und polnische Intellektuelle. Vor 50 Jahren glühten Rebellion und Widerstand in Europa. Und verglühten fast schneller, als die Geschichte es aufschreiben konnte. Doch der Geist von 1968 ist nicht restlos verschwunden. Er hat sich intellektuell und ideologisch aktualisiert, weiter entwickelt und neu formiert. Im Linksradikalismus und im Deutschen Herbst ebenso wie überraschenderweise in neurechten politischen Strömungen. Denn 1968 war womöglich auch das Geburtsjahr der Neuen Rechten, die trotz konträrer Zielsetzung einige Methoden der 68er adaptiert haben. Heute bedrohen rechtsradikale Parteien und Gruppierungen die liberal-demokratischen Gesellschaften fast in ganz Europa.

Welchen Geist sie atmen und welche intellektuellen Strategien sich dahinter verbergen, welche Konsequenzen 1968 für Deutschland, Frankreich, Polen und Russland, vielleicht sogar für Europa insgesamt hatte, möchten wir mit Politikwissenschaftlerinnen, Philosophen, Soziologinnen, Historikern und Journalistinnen aus eben diesen Ländern diskutieren.
Die Tagung fand im Rahmen der Ausstellung „68. Pop und Protest“ im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg statt.

 



Ausstellung „Übungsraum für Kritik“ auf Kampnagel (Foyer) in Hamburg 
Foto: © Edward Greiner

27. September bis zum 06. Oktober 2018, Hamburg

Andere zu kritisieren, ist eine verantwortungsvolle Angelegenheit. Kritik kann Karrieren fördern und zerstören, Kritik kann verletzten – und in Hass und Polemik umschlagen. Kritik verläuft nicht einseitig: Politiker, Künstler, Journalisten und Aktivisten sollen gesellschaftliche Verhältnisse kritisieren. Gerade dieser Akt der Kritik macht den Kritisierenden aber fast immer auch zum Kritisierten. Kurzum: Wer austeilt, muss auch einstecken können.

Studierende der HFBK Hamburg haben eine von Friedrich von Borries und Jakob Schrenk kuratierte Ausstellung zum verantwortungsvollen Kritiküben entwickelt – unter anderem an der Streitschaukel, aber auch auf der harten Bank der Theorie, der Kritik-Kanzel oder dem Spiegel der Selbsterkenntnis. Denn: Auch Wissen, Mut und Selbstreflexion sind Werkzeuge, die auf den Trainingsplan eines jeden Gesellschaftskritikers gehören. Die Ausstellung fand in Kooperation mit der Kursbuch Kulturstiftung und Kampnagel Internationale Kulturfabrik statt.

 


Das Kursbuch auf der Frankfurter Buchmesse 
(Publikumstage: Samstag 09:00 bis 18:30 und Sonntag 09:00 bis 17:30)

10. bis 14. Oktober 2018, Frankfurt a.M.

Das Kursbuch war in diesem Jahr mit einem eigenen Stand auf der Buchmesse in Frankfurt vertreten, Stand E76 in der Halle 3.1, gegenüber vom Murmann Verlag. Auch in diesem Jahr haben wir unsere Besucher und Besucherinnen auf einen Darjeeling oder Assam der Teekampagne eingeladen.

Das Kursbuch-Lesertreffen war am Samstag, den 13. Oktober um 15:00 auf dem Messestand statt. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.