Veranstaltungen

 

16. Oktober 2019, 20:00 Uhr, Volksbühne Berlin, Roter Salon

Podiumsdiskussion – Der Treuhand-Komplex

 

Der langjährige SPIEGEL-Redakteur Norbert F. Pötzl durchdringt rational das Treuhand-Dickicht komplexer Vorgänge . Als einer der Ersten hat er Einsicht genommen in die internen Treuhand-Akten, die jetzt nach und nach ins Bundesarchiv übernommen werden, hat Gespräche mit Betroffenen, Akteuren, Politikern und Wissenschaftlern geführt. Sensibel für persönliche Schicksale, rückt er aber auch, sachlich argumentierend, Vorurteile und falsche Behauptungen zurecht. Pötzls Buch ist das erste, das dem Anspruch gerecht wird, dieses vielschichtige Thema anhand der Faktenlage umfassend aufzuarbeiten. 

Am 16. Oktober um 20:00 diskutiert Norbert F. Pötzl gemeinsam mit Prof. Richard Schröder in der Volksbühne Berlin über den „Treuhand-Komplex“. Es moderiert Andreas Wang (NDR).


21. Oktober 2019, 20:00 Uhr, Kulturverein Allmende, Museum unter der Yburg

Der Treuhand-Komplex: Buchvorstellung und Podiumsdiskussion

 

Der langjährige SPIEGEL-Redakteur Norbert F. Pötzl durchdringt rational das Treuhand-Dickicht komplexer Vorgänge . Als einer der Ersten hat er Einsicht genommen in die internen Treuhand-Akten, die jetzt nach und nach ins Bundesarchiv übernommen werden, hat Gespräche mit Betroffenen, Akteuren, Politikern und Wissenschaftlern geführt. Sensibel für persönliche Schicksale, rückt er aber auch, sachlich argumentierend, Vorurteile und falsche Behauptungen zurecht. Pötzls Buch ist das erste, das dem Anspruch gerecht wird, dieses vielschichtige Thema anhand der Faktenlage umfassend aufzuarbeiten. 

Am 21. Oktober um 20:00 Uhr diskutiert unser Autor Norbert F. Pötzl mit Ebbe Kögel über den „Treuhand-Komplex“.

Ort: 

Museum unter der Yburg, Hindenburgstraße 24, 71394 Stetten im Remstal


22. Oktober 2019, 18:00 Uhr, Kursbuch-After Work im Salon Luitpold

Kursbuch-After Work: Der Treuhand-Komplex

 

Der langjährige SPIEGEL-Redakteur Norbert F. Pötzl durchdringt rational das Treuhand-Dickicht komplexer Vorgänge . Als einer der Ersten hat er Einsicht genommen in die internen Treuhand-Akten, die jetzt nach und nach ins Bundesarchiv übernommen werden, hat Gespräche mit Betroffenen, Akteuren, Politikern und Wissenschaftlern geführt. Sensibel für persönliche Schicksale, rückt er aber auch, sachlich argumentierend, Vorurteile und falsche Behauptungen zurecht. Pötzls Buch ist das erste, das dem Anspruch gerecht wird, dieses vielschichtige Thema anhand der Faktenlage umfassend aufzuarbeiten. 

Im Gespräch mit Peter Felixberger erzählt Norbert F. Pötzl am 22. Oktober ab 18:00 Uhr von seinen Recherchen, die er für das Buch unternommen hat und den Interviews, die auch für ihn zum Teil bemerkenswert verliefen.

Ort: 

Café Luitpold, Brienner Straße 11, 80333 München

Linkhttps://www.cafe-luitpold.de/tl_files/lui/downloads/CL_Programm-2_2019_web_final.pdf


23. Oktober 2019, 19:00 Uhr, Bucerius Law School, Hamburg

Fremd in der Heimat: Wann ist unsere Gesellschaft angekommen?

​Mindestens jeder vierte Mensch, der in Deutschland lebt, hat heute eine Zuwanderungsgeschichte. Gleichzeitig fühlen sich Millionen von Wählerinnen und Wählern von zuwanderungsfeindlichen Parolen angezogen. Die einen fürchten, fremd in der Heimat zu bleiben; die anderen fürchten, fremd in der Heimat zu werden. Hinter all diesen Emotionen verbirgt sich ein gesellschaftlicher Prozess: Deutschland wird sich seiner Identität als Einwanderungsland gewahr. Wie dieser Prozess ausgeht, ist offen. Wie wir ihn gestalten sollten, möchten wir diskutieren – jenseits aller populistischer Grabenkämpfe. Und wie immer mit Podium und Publikum auf Augenhöhe.

Mit:

Nabard Faiz, Medizinstudent an der Universität Marburg

Prof. Dr. Jörn Kruse, partei- und fraktionsloses Mitglied der Hamburger Bürgerschaft

Nariman Hammouti-Reinke, Offizierin bei der Bundeswehr, Vorstandsvorsitzende des „Deutscher Soldat e.V.“
Marc Philip Greitens, Herausgeber und Gründer Studierendenzeitung „PuG – Politik & Gesellschaft“ (Moderation)

​Eine gemeinsame Veranstaltung der Kursbuch Kulturstiftung und Politik und Gesellschaft e.V. in Kooperation mit dem Studium generale der Bucerius Law School

​Ort:

Moot Court, Bucerius Law School, Junguisstraße 6, 20355 Hamburg

Anmeldung: http://buceri.us/Fremd-in-der-Heimat


 28. Oktober 2019, 19:00 Uhr, Agathe-Lasch-Hörsaal, Universität Hamburg

Verleihung des Deutschen Preises für Philosophie und Sozialethik an Lisa Herzog

Der Kaufmann Max Uwe Redler (1937–2006) besuchte über viele Jahre Veranstaltungen an der Universität Hamburg. Sein Interesse galt insbesondere der Philosophie und Sozialethik. Er hat testamentarisch verfügt, nach seinem Tode eine Stiftung zur Vergabe eines Deutschen Preises für Philosophie und Sozialethik zu errichten. Mit 100.000 Euro dotiert, ist der Philosophiepreis der Max Uwe Redler Stiftung im deutschsprachigen Raum die bedeutendste Auszeichnung einer privaten Stiftung auf dem Gebiet der Philosophie. Der Preis wird künftig alle zwei Jahre vergeben.Die Max Uwe Redler Stiftung lädt Sie herzlich ein zur festlichen Verleihung des Deutschen Preises für Philosophie und Sozialethik an

PROF. DR. LISA HERZOG HOCHSCHULE FÜR POLITIK AN DER TECHNISCHEN UNIVERSITÄT MÜNCHEN Montag, den 28. Oktober 2019, 19.00 Uhr, Agathe-Lasch-Hörsaal, Hauptgebäude der Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1.

Um Rückmeldung an redler-stiftung@stifterverband.de wird gebeten bis zum 15. Oktober 2019.

Mehr: https://www.redler-stiftung.de/


29. Oktober 2019, 19:30 Uhr, Gesprächsreihe „Welche Zukunft hast das Lesen?“

Teil III: Where are all the readers gone? Mit Sandra Kegel, Ute Schneider und Alexander Skipis.

 

Das große Zählen der Leserinnen und Lesern greift um sich. Wie viele Menschen – gar sieben Millionen? – sind Abtrünnige und haben zuletzt ganz darauf verzichtet, ein Buch zu kaufen bzw. zu lesen? Oder sind, so neueste Umfragen, manche inzwischen reumütig zurückgekehrt und geben einer verunsicherten Branche wieder Hoffnung? Was bedeutet das für Buchverlage, für Auflagenzahlen, Autoreneinkünfte und für Buchhandlungen? Es diskutieren Sandra Kegel, Ute Schneider und Alexander Skipis. Moderation: Rainer Moritz

Ort: 

Literautrhaus Hamburg, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg

Tickets ab dem 15.09. verfügbar,


11. November 2019, 19:00 Uhr, Kulturhaus Synagoge, Gudensberg bei Kassel

Der Treuhand-Komplex: Buchvorstellung und Podiumsdiskussion

 

Der langjährige SPIEGEL-Redakteur Norbert F. Pötzl durchdringt rational das Treuhand-Dickicht komplexer Vorgänge . Als einer der Ersten hat er Einsicht genommen in die internen Treuhand-Akten, die jetzt nach und nach ins Bundesarchiv übernommen werden, hat Gespräche mit Betroffenen, Akteuren, Politikern und Wissenschaftlern geführt. Sensibel für persönliche Schicksale, rückt er aber auch, sachlich argumentierend, Vorurteile und falsche Behauptungen zurecht. Pötzls Buch ist das erste, das dem Anspruch gerecht wird, dieses vielschichtige Thema anhand der Faktenlage umfassend aufzuarbeiten. 

Am 11. November um 19:00 Uhr diskutiert unser Autor Norbert F. Pötzl mit Frank Börner über den „Treuhand-Komplex“.

Ort: 

Kulturhaus Synagoge, Hintergasse 23, 34281 Gudensberg, b. Kassel


13. November 2019, 19:30 Uhr, Podiumsdiskussion zum Neoliberalismus

Neoliberalismus zwischen globalem Heilsversprechen und Krisenphänomenen – Zur Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftssystems

 

In den letzten Augusttagen des Jahres 1938 traf sich eine Gruppe führender  liberaler  Intellektueller  in  Paris, unter anderem  Raymond  Aron,  Friedrich  Hayek,  Bernard  Lavergne,  Robert  Marjolin,  Ludwig  von Mises, Michael Polanyi, Wilhelm Röpke, Alexander Rüstow und  Alfred  Schütz. Am Ende des Kolloquiums, das nicht weniger als eine Neuordnung des durch Weltwirtschaftskrise und dem Aufkommen von totalitären Bewegungen in Europa in seinen Grundfesten erschütterten Liberalismus auf der Agenda hatte, stand als Konsens der Begriff des Neoliberalismus – der auf das komplizierte Gleichgewicht zwischen Markt und Demokratie sowie politischem und wirtschaftlichem Liberalismus fokussierte.

Über 80 Jahre nach dem Kolloquium scheint wiederum der Begriff des Neoliberalismus in der Krise. Für die einen Heilsversprechen auf dem Weg zu globalem Wohlstand, für die anderen Synonym für Marktfundamentalismus und Klimakrise. Umso wichtiger also, die Begriffsgenese des „Neoliberalismus“ dezidiert in den Blick zu nehmen und die Bedeutung des Lippmann-Kolloquiums retrospektiv zu beurteilen. Welche – theoretischen wie praktischen – Grundsteine für unsere heutige Gesellschaftsordnung wurden während des Kolloquiums gelegt? Wie ist der Begriffsursprung aus heutiger Perspektive zu interpretieren? Und wo sind sich kritische und ordoliberale Theorie womöglich einiger, als man zunächst vermuten mag?

Unter anderem diesen Fragen widmen sich am 13. November um 19:30 Uhr die Ökonomin und Publizistin Karen Horn und der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher (Goethe-Universität Frankfurt, „The Political Theory of Neoliberalism.“).

Ort:

Kirchhof-Saal, Patriotische Gesellschaft, Trostbrücke 4-6, 20457 Hamburg.

In Zusammenarbeit mit der BSCW-Stiftung und der Universität Hamburg.


11. Dezember 2019, 19:00 Uhr, Bibliothek des Deutschen Bundestages, Berlin

Der Treuhand-Komplex: Buchvorstellung und Podiumsdiskussion

 

Der langjährige SPIEGEL-Redakteur Norbert F. Pötzl durchdringt rational das Treuhand-Dickicht komplexer Vorgänge . Als einer der Ersten hat er Einsicht genommen in die internen Treuhand-Akten, die jetzt nach und nach ins Bundesarchiv übernommen werden, hat Gespräche mit Betroffenen, Akteuren, Politikern und Wissenschaftlern geführt. Sensibel für persönliche Schicksale, rückt er aber auch, sachlich argumentierend, Vorurteile und falsche Behauptungen zurecht. Pötzls Buch ist das erste, das dem Anspruch gerecht wird, dieses vielschichtige Thema anhand der Faktenlage umfassend aufzuarbeiten. 

Am 11. Dezember um 19:00 Uhr diskutiert unser Autor Norbert F. Pötzl mit Dr. Wolfgang Schäuble über den „Treuhand-Komplex“. NUR AUF EINLADUNG

Ort: 

Bibliothek des Deutschen Bundestages, Platz der Republik 1, 11011 Berlin

 


Vergangene Veranstaltungen:

6. Juni 2019, 19:00, Moot Court der Bucerius Law School Hamburg

Under (De-)Construction – Die Europäische Union nach der Wahl

 

Das Ergebnis der Wahl zum Europäischen Parlament im Mai 2019 hat das Potential, die politische Bühne Europas nachhaltig zu verändern: Schwere Verluste für die europäischen Volksparteien, Erfolge für die Rechtspopulisten, aber auch starke Ergebnisse für Liberale und Grüne – im Europäischen Parlament gibt es künftig keine klaren Mehrheitsverhältnisse mehr, das Politikmachen in Europa wird schwieriger. Was bedeutet das Wahlergebnis für die Zukunft der Europäischen Union? Seit Jahren operiert Europa im Krisenmodus: Der Brexit und die Migrationsfrage stellen die Europäische Union vor eine Zerreißprobe; die Erschütterungen der Euro-Krise sind noch nicht überwunden. Die Europäische Union wird es weiterhin geben, aber in welche Richtung entwickelt sich die europäische Idee? Ist die Europäische Union lediglich ein Elitenprojekt, dem eine gesamteuropäische Identität fehlt? Erleben wir derzeit eine Rückwendung zu einer reinen Wirtschaftsgemeinschaft oder werden sich am Ende gar die Pläne für eine Europäische Republik durchsetzen?

Mit:

  • Dr. Claire Demesmay, Leiterin des Programms Frankreich/deutsch-französische Beziehungen, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), Berlin
  • Prof. Dr. Armin Nassehi, Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie, Ludwig-Maximilians-Universität München, Herausgeber des Kursbuchs
  • Britta Sandberg, Leiterin des Ausland-Ressorts, Der Spiegel (Moderation)

In Kooperation mit dem Zentrum für Studium generale und Persönlichkeitsentwicklung an der Bucerius Law School.

 

Donnerstag, 09. Mai 2019, 18:00 bis 20:00 Uhr

#verlagebesuchen
Gesellschaft auf Kurs? Die Kursbuch Kulturstiftung stellt sich vor

 

Was macht die Kursbuch Kulturstiftung? Kursbuch – kennt man das nicht irgendwoher? Wir laden Sie ein, unsere vielfältigen Aktivitäten kennenzulernen und zu erleben, wie spannend es ist, in einer Gesellschaft zu leben, in der Weniges auf Kurs scheint.

Das Kursbuch war, 1965 gegründet, die Stimme einer Generation, die darum bemüht war, Themen, Herausforderungen und Fragen zu etablieren, für die es sonst keinen Ort gab. Es hat die alte Bundesrepublik moderner gemacht. Das Kursbuch hat gezeigt, was an der Zeit war. Das neue Kursbuch ist anders – und doch will es wieder ein Ort sein, an dem geschieht, was an der Zeit ist. Dabei geht es unter Herausgeberschaft von Armin Nassehi und Peter Felixberger nicht mehr darum, Themen gegen die Hegemonie eines herrschenden Paradigmas durchzusetzen, sondern darum, ein Forum der Perspektivendifferenz zu sein, Verbindungslinien zwischen verschiedenen Denkungsarten aufzuzeigen, aber auch darum, die Unterschiedlichkeit auszuhalten. Ganz im Sinne dieser balancierenden Herausforderung erscheint das Kursbuch seit Ende 2017 in der Kursbuch Kulturstiftung, die sich thematischen Aktivitäten aus der Schrift- und Buchkultur und medien- und kulturtheoretischen Fragestellungen verschrieben hat, die sich rund um das Kursbuch drehen, aber auch darüber hinaus wirken. Zu ihren geförderten Projekten gehört beispielsweise auch die Studierendenzeitschrift »Politik und Gesellschaft« (PuG), die an der Hamburger Bucerius Law School initiiert wurde und seitdem Studierende aus ganz Deutschland zu kritischen Berichten und Reportagen animiert.

Im Rahmen von #verlagebesuchen laden wir Sie ein, zu erleben, wie vielfältig die Kursbuch Kulturstiftung agiert. In einem ersten Teil wird der Referent der Geschäftsführung, Lukas Schmitt, Ihnen verschiedenste Projekte vorstellen und Sie ins Gespräch mit Studierenden der PuG bringen. In einem zweiten Teil wird Luise Ritter mit Ihnen eine Redaktionssitzung durcharbeiten, sodass auch Ihre Themen und Perspektiven aufs Tableau kommen.
Bei Häppchen und Wein lassen wir den Abend ausklingen.

Um Anmeldung per Mail an kursbuch@kursbuch.online wird gebeten.

Veranstaltungsort: 

Kursbuch Kulturstiftung gGmbH, Schopenstehl 15, 20095 Hamburg

Dienstag 29.01.19, 20:00 bis 23:00

Salon Luitpold c/o Kursbuch
Kursbuch-Salon mit Peter Felixberger und Alexander Gutzmer


Post-Fake-Grenzen, USA-Mexiko. 
Die US-mexikanische Grenze als interaktives Medium und dünne Membran. Sie ist insgesamt über 3000 Kilometer lang und soll – geht es nach Donald Trump und seinen Anhängern – endgültig den Zustand einer veritablen Befestigungsanlage erreichen: »La Frontera«, wie die Grenze zwischen Mexiko und den USA genannt wird, aufgerüstet zum Bollwerk gegen den armen Süden und die von dort einströmende illegale Migration in den reichen Norden.

Das gigantomanische Projekt ist noch nicht in Angriff genommen – lediglich die Test-Errichtung von prototypischen Mauersegmenten bei San Diego ist mit gebührendem Medienpomp begleitet worden. Für den vielleicht noch lang anhaltenden Moment wichtig aber ist schon einmal das damit gegebene Signal: wir drinnen, ihr draußen. Ganz das Klischee von der Grenze als Schutzwall gegen alles Unerwünschte von draußen. Dieses medial vermittelte schlichte Bild steht in einem grotesken Gegensatz zur vorhandenen Vielschichtigkeit, in der sich diese »Grenze aller Grenzen« präsentiert. Nie ist eine Grenze einfach nur linearer Verlauf. Immer und in jeder Hinsicht ist sie soziales Konstrukt und spiegelt als solches die Gesellschaft und schließlich sich selbst. Sie selbst wird zum Medium, das sich durch gelebten Alltag, Kunst -und Kulturprojekte genauso verändert wie durch Ökonomie und Politik und nicht zuletzt durch Drogenkartelle, Gewalt und Tod.

Zu faszinieren begann die mexikanisch-US-amerikanische Grenzregion Alexander Gutzmer (*1974) spätestens, als er vor zwei Jahren seinen Lebensmittelpunkt zeitweise nach Mexiko verlegte. Dort lehrt er als Gastprofessor an der Hochschule Tecnológico de Monterrey. Daneben ist der promovierte Kulturwissenschaftler und Diplom-Betriebswirt Chefredakteur des Münchner Architekturmagazins Baumeister und Editorial Director des Verlags Georg D.W. Callwey.  Gutzmer lehrt als Professor für Medien und Kommunikation an der Quadriga-Hochschule in Berlin. Peter Felixberger ist Programmgeschäftsführer Murmann Publishers und Herausgeber des Kursbuches.

Weitere Informationen zu den Salon-Abenden im Café Luitpold sowie Hinweise zur Anmeldung finden Sie unter:
www.cafe-luitpold.de
www.cafe-luitpold.de/veranstaltungen.html


Samstag, 24.11. um 20.00 bis 23.00

Salon Luitpold c/o Kursbuch
Kursbuch-Salon mit Armin Nassehi, Peter Felixberger und Jens Spahn

Die Veranstaltung auf Youtube.


Foto: Uwe Aufleger

Kursbuch 196 „Religion, zum Teufel!“
Opium für’s Volk oder Beschleuniger von Konflikten? Moralagentur oder Terrormaschine? Große Projektionsfläche oder Orientierungsmaßstab für Sterbliche? Einer der Autoren, die der Frage nachgehen, wie sich das Religiöse heute zeigt, warum es konfliktuös, aber vielleicht auch hilfreich ist und warum es in der Sphäre des Politischen auch nicht gerade leicht ist, mit Religion umzugehen, ist Bundesgesundheitsminister und CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn.

Mit ihm haben die beiden Herausgeber Armin Nassehi und Peter Felixberger einige Aspekte des Spannungsverhältnisses von Glaube, Religion und Politik beleuchtet und diskutiert. Das Salongespräch verspricht interessante Einblicke in das Zusammenspiel von Religion und Politik und wird vielleicht sogar die eine oder andere thematische Tiefenbohrung ermöglichen.
Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, ist bekennender Katholik. Für ihn ist sein Glaube, wie er kürzlich der Zeitschrift Christ & Welt verriet, Heimat. Sein Glaube spendet ihm Geborgenheit, Sicherheit und Gelassenheit. In der politischen Arena gehört er aber eher zu denen, die sich nicht von religiös begründeter Gesinnungsethik davontragen lassen, sondern die Folgen ihres politischen Handelns in den Vordergrund stellen.
Armin Nassehi, Soziologe und Sachbuchautor, hält seit 1998 den Lehrstuhl für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit sind Kultursoziologie, Politische Soziologie, Religionssoziologie sowie Wissens- und Wissenschaftssoziologie. Peter Felixberger ist Programmgeschäftsführer der Murmann Publishers und Herausgeber des Kursbuches.

Weitere Informationen zu den Salon-Abenden im Café Luitpold sowie Hinweise zur Anmeldung finden Sie unter:
www.cafe-luitpold.de
www.cafe-luitpold.de/veranstaltungen.html


Salon Luitpold c/o Kursbuch
Post-Fake-Marketing, „Tod der Werbung“

Die Veranstaltung auf Youtube.


Foto: Uwe Aufleger

Mit Hermann Sottong, Inga Ellen Kastens, moderiert von Peter Felixberger. Dass Werbung mehr und mehr in Ungnade fällt, liegt auch an der Art und Weise, wie sie vielfach kommuniziert, an den Versprechungen, die sie uns macht und häufig genug auch daran, dass sie unsere Intelligenz beleidigt.

Dienstag 13.11. um 20.00

Marken malen uns die Produktwelt in den schönsten Farben, die den Alltag zum quietschbunten Glückserlebnis machen und versprechen Wünsche zu erfüllen, die in den Köpfen der Angesprochenen womöglich noch nicht einmal existieren. Und weil die Bilder der Kreativen so schön, die transportierten Versprechungen so verlockend sind, kaufen die Leute. So weit, so logisch? Wie also werden Marken eigentlich zu Marken?
Hermann Sottong wechselte zum Studium von der Saar an die Isar, wo er die prägende Begegnung mit Strukturalismus und Semiotik zur Promotion über Denksysteme in der Literatur des 19. Jahrhunderts erlebte. Sein Freiheitsdrang und die Mechaniken des Unibetriebs erwiesen sich als inkompatibel, also gründete er eine Beratungsagentur für Unternehmenskommunikation. Da die kommunikativen Fähigkeiten von Wirtschaftsorganisationen nach seiner Beobachtung eher nicht zugenommen haben, bleibt hier noch viel zu tun. Inga Ellen Kastens, Gründerin und Geschäftsführerin von ZIFFEREINS GmbH & Co. KG, Münster. Peter Felixberger ist Programmgeschäftsführer der Murmann Publishers und Herausgeber des Kursbuches.

Weitere Informationen zu den Salon-Abenden im Café Luitpold sowie Hinweise zur Anmeldung finden Sie unter:
www.cafe-luitpold.de
www.cafe-luitpold.de/veranstaltungen.html

Foto: Uwe Aufleger

 


FAQ-Room 24. Jenseits der Nationen:
Europäische Identität, Unionsbürgerschaft, res publika


Podiumsdiskussion am 08. November 2018 um 20 Uhr im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. In Europa, so Jean Monnet, einer der Väter der Europäischen Union, gehe es nicht darum, Staaten zu integrieren, sondern darum, Menschen zu vereinen.

08. November 2018, 20.00, Hamburg

In Zeiten von aufkeimendem Populismus und Nationalismus ist die vielzitierte europäische Identität oft eher Zielscheibe von Kritik als vereinendes Element. Warum scheint das Verantwortungsgefühl der Bürger*innen für das Projekt Europa so wenig belastbar? Wie könnte die vielbeschworene Vision einer Einheit in Vielfalt über die nationalen Grenzen hinweg vielleicht doch realisiert werden? Wie sich ein gesamteuropäisches Identitätsbewusstsein entwickeln könnte, welche Bedeutung dabei die Unionsbürgerschaft spielt und wie eine europäische Identität oder gar eine europäische Staatsbürgerschaft aussehen könnten, möchten wir mit dem Soziologen Prof. Armin Nassehi, dem Europa- und Völkerrechtler Prof. Markus Kotzur sowie der Europawissenschaftlerin Marie Rosenkranz vom European Democracy Lab diskutieren.

Die Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg und der Kursbuch Kulturstiftung.
Weitere Informationen sowie Tickets zur Veranstaltung finden Sie unter:
https://www.schauspielhaus.de/de_DE/stuecke/faq-room-24-jenseits-der-nationen-europaei.1200722


Hintergrund: Das European Balcony Project

Das Europa der Nationalstaaten steckt in einem fundamentalen Krise. Die Europäische Republik erscheint mehr denn je als EUtopie (Griechisch εὖ  “gut” und τόπος  “Ort”) für eine demokratische Zukunft in Europa: Eine Republik, die den politischen Gleichheitsgrundsatz für alle Bürger*innen Wirklichkeit werden lässt. Das Gemeinwohl, res publica, dient hierbei als Leitprinzip einer zukünftigen europäischen Ordnung, um die vielzitierte Einheit in Vielfalt zu realisieren. Am 10. November 2018 um 16 Uhr wird deshalb im Rahmen des European Balcony Projects in zahlreichen europäischen Städten eine Europäische Republik ausgerufen, die die Weichen für ein gemeinsames, soziales und demokratisches Europa stellen soll. Ins Leben gerufen wurde die Initiative von Ulrike Guérot, Robert Menasse und Milos Rau. Die Kursbuch Kulturstiftung beteiligt sich mit der Podiumsdiskussion am European Balcony Project.

Weitere Informationen:
https://europeanbalconyproject.eu/en/blog
https://europa.blog/die-ausrufung-einer-europaischen-republik-the-european-balcony-project/
Trailer auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=WiyMh7khVJU


„1968 und die Neuen Rechten. Europäische Perspektiven.“
Im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg


Tagung „1968 und die Neuen Rechten. Europäische Perspektiven.“
im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg. In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und dem Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg. Mehr zur Veranstaltung finden Sie hier.

07. November 2018, 14:00, Hamburg

1968 sahen wir Studentenunruhen, Klassenkampf und Gegenmacht vor allem in Frankreich, Deutschland und Italien, Tauwetter und Demokratisierungsblüten in Osteuropa, Prager Frühling und polnische Intellektuelle. Vor 50 Jahren glühten Rebellion und Widerstand in Europa. Und verglühten fast schneller, als die Geschichte es aufschreiben konnte. Doch der Geist von 1968 ist nicht restlos verschwunden. Er hat sich intellektuell und ideologisch aktualisiert, weiter entwickelt und neu formiert. Im Linksradikalismus und im Deutschen Herbst ebenso wie überraschenderweise in neurechten politischen Strömungen. Denn 1968 war womöglich auch das Geburtsjahr der Neuen Rechten, die trotz konträrer Zielsetzung einige Methoden der 68er adaptiert haben. Heute bedrohen rechtsradikale Parteien und Gruppierungen die liberal-demokratischen Gesellschaften fast in ganz Europa.

Welchen Geist sie atmen und welche intellektuellen Strategien sich dahinter verbergen, welche Konsequenzen 1968 für Deutschland, Frankreich, Polen und Russland, vielleicht sogar für Europa insgesamt hatte, möchten wir mit Politikwissenschaftlerinnen, Philosophen, Soziologinnen, Historikern und Journalistinnen aus eben diesen Ländern diskutieren.
Die Tagung fand im Rahmen der Ausstellung „68. Pop und Protest“ im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg statt.

 



Ausstellung „Übungsraum für Kritik“ auf Kampnagel (Foyer) in Hamburg 
Foto: © Edward Greiner

27. September bis zum 06. Oktober 2018, Hamburg

Andere zu kritisieren, ist eine verantwortungsvolle Angelegenheit. Kritik kann Karrieren fördern und zerstören, Kritik kann verletzten – und in Hass und Polemik umschlagen. Kritik verläuft nicht einseitig: Politiker, Künstler, Journalisten und Aktivisten sollen gesellschaftliche Verhältnisse kritisieren. Gerade dieser Akt der Kritik macht den Kritisierenden aber fast immer auch zum Kritisierten. Kurzum: Wer austeilt, muss auch einstecken können.

Studierende der HFBK Hamburg haben eine von Friedrich von Borries und Jakob Schrenk kuratierte Ausstellung zum verantwortungsvollen Kritiküben entwickelt – unter anderem an der Streitschaukel, aber auch auf der harten Bank der Theorie, der Kritik-Kanzel oder dem Spiegel der Selbsterkenntnis. Denn: Auch Wissen, Mut und Selbstreflexion sind Werkzeuge, die auf den Trainingsplan eines jeden Gesellschaftskritikers gehören. Die Ausstellung fand in Kooperation mit der Kursbuch Kulturstiftung und Kampnagel Internationale Kulturfabrik statt.