Stephan Rammler – Stadt ohne Wagen

Eine kleine Geschichte urbaner Mobilität

Man kann die These vertreten, dass die in weiten Teilen verkehrsbedingte Unwirtlichkeit der Städte zum Misslingen unserer Gesellschaft beiträgt. Die Stadt als politische Arena, ökonomischer Schauplatz und kulturelles Labor lebt von der Qualität ihrer öffentlichen Räume. Anders formuliert: Je weniger die öffentlichen Räume von den negativen externen Effekten der fossilen Mobilität beeinträchtigt werden, desto besser gelingt die offene Bürgergesellschaft. Städte waren schon immer Mobilitätslaboratorien. Heute sind sie die Bühne, auf der der Abgesang von der (Auto-)Mobilität, wie wir sie kennen, inszeniert wird.

Ob dieser am Ende als Drama oder als Lustspiel aufgeführt wird, ist eine noch offene Frage. Als Dienstleister für Lebensqualität werden die Städte sich aber zukünftig ganz sicher verstärkt um die Ermöglichung einer nachhaltigen Mobilität bemühen müssen. Der öffentliche Verkehr als Garant der kollektiven Daseinsvorsorge war und wird in diesem Sinne auch in Zukunft Teil einer funktionierenden öffentlichen Kultur und zugleich das Rückgrat aller integrierten und nachhaltigen urbanen Verkehrskonzepte sein. (…)

(weiterlesen im Kursbuch 190)

Stephan Rammler, geb. 1968, ist Gründungsdirektor des Instituts für Transportation Design und Professor für Transportation Design & Social Sciences an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Zuletzt erschien „Schubumkehr. Die Zukunft der Mobilität“.

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