Stefan Willeke – Wir haben uns treiben lassen

Der fröhliche Materialismus der Vierundsechziger

Vor ein paar Monaten bin ich in Kalifornien in ein Seminar geraten, das sich mit nichts anderem beschäftigte als mit den Mechanismen von Macht. »The Paths to Power« lautete der Titel, die Wege zur Macht. Mit meiner Generation, den Menschen des Jahrgangs 1964, hatte es nicht das Geringste zu tun, das war völlig klar. Aber in diesem Punkt sollte ich mich irren. Ein Professor wollte von seinen Studenten wissen, wie sie Macht erlebt hatten. Die Studenten waren jung, etwa 25 Jahre alt, manche von ihnen jünger. Wären sie Deutsche und in Deutschland zu Hause, würden sie sich vielleicht Generation Y nennen. Doch weil sie den Großteil ihrer Zeit an einer amerikanischen Business School verbringen, denken sie selten in Kollektiven, sondern meist in den Kategorien des Individuums. (…)

(weiterlesen im Kursbuch 178)

Stefan Willeke, geb. 1964, leitete das Ressort Dossier der Zeit und das Gesellschaftsressort beim Spiegel. Heute ist er Chefreporter der Zeit.

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