Peter Felixberger – Links = rechts

Was Kommunisten und Kapitalisten verbindet.

Kommunismus und Kapitalismus werden in der politischen Ideengeschichte unter anderem als semantische Links-rechts-Container verwendet. Damit betreiben ideologische Anhänger ihr Geschäft öffentlicher Beschimpfungsrituale. Zum Zweck der gegenseitigen Verachtung und Herabwürdigung greifen sie in diese Begriffs- und Metapherntrommeln und holen passende Gegensätze und Vorurteile hervor: der Kommunist als linker Gleichheitsapostel, der Kapitalist als rechte Ungleichheitspustel. Dabei wird der Gegenseite immer unterstellt, ein Regime von Herrschaft und Unterdrückung aufbauen zu wollen, in dem viele Menschen, was ihren Wohlstand und ihre Lebensqualität betrifft, auf der Strecke bleiben. Im Kommunismus verarmen die Massen, im Kapitalismus vermassen die Armen. Auf beiden Seiten kommt es reziprok zu Not und Elend.

Wir sollten jedoch postideologisch gelassener an das Links-rechts-Dogma herangehen. Und die Frage stellen, inwieweit Kommunismus und Kapitalismus überhaupt je ideologische Gegner waren? Oder ob beide nicht mehr miteinander verbindet, als sie selbst glauben würden? Um Antworten zu finden, begeben wir uns zunächst auf die Fährte von Karl Marx. Und da in das Jahr 1844, in dem der kommunistische Gottvater in Paris mit der Abfassung seiner ökonomisch-philosophischen Manuskripte beginnt. (…)

(weiterlesen im Kursbuch 173)

Peter Felixberger, geb. 1960, ist Programmgeschäftsführer der Murmann Publishers, Publizist und Medienentwickler. Zuletzt erschien von ihm Wie gerecht ist die Gerechtigkeit?

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