Martin G. Kocher – Richtig falsch

Verzerrungen, Abweichungen und Fehler bei der Entscheidungsfindung

Je nach Definition des Begriffs »Entscheidungen« treffen wir täglich Tausende von Entscheidungen oder vielleicht doch nur ein paar Hundert. Eine ganze Menge sind es in jedem Fall. Dazu zählen wenig komplizierte motorische Entscheidungen (Soll ich zum Kühlschrank gehen und mir etwas zu trinken holen?), Kaufentscheidungen aller Art, Entscheidungen über die Organisation des Alltags (Wann fahre ich in die Arbeit?), Entscheidungen mit Suchtpotenzial (Rauche ich noch eine Zigarette?), unzählige unbewusste Entscheidungen und die wenigen Entscheidungen, über die man sich wochenlang Gedanken macht (Wie gestalte ich den Heiratsantrag an meinen Partner?).
Alle Sozialwissenschaften und die mit ihnen verwandten Disziplinen beschäftigen sich mit der Erklärung, Einordnung und Vorhersage von menschlichen Entscheidungen. Wie so oft erhebt die Ökonomik den Alleinerklärungsanspruch der Sozialwissenschaften. »Economics is the science of choice« ist eine oft verwendete Definition für den Gegenstand der Wirtschaftswissenschaft, dessen Ursprung nicht sicher nachvollzogen werden kann. (…)

(weiterlesen im Kursbuch 180)

Martin G. Kocher, geb. 1973, ist Professor für Verhaltensökonomik und Experimentelle Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Direktor des Munich Experimental Laboratory for Economic and Social Sciences (MELESSA).

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