Manon Clasen, Stephan G. Humer – Digitalkrimi

Ein Bericht zur Lage des Cyberterrorismus

Theorie: Grundlagen einer terroristischen Revolution. Das Internet hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten in nahezu jeder Gesellschaft enorm an Relevanz gewonnen. Inzwischen ist es nicht nur in fast alle Bereiche des menschlichen Lebens vorgedrungen und aus dem Alltag der Menschen nicht mehr wegzudenken, sondern es bildet auch die Basis für große Teile unserer gesellschaftlichen Infrastruktur. So werden Atomkraftwerke, Elektrizitäts- und Trinkwasserversorgung sowie Flugzeuge, um nur einige Beispiele zu nennen, zu weiten Teilen über digitale Netze dirigiert. Aber auch soziale und kulturelle Einflüsse der Digitalisierung sind unverkennbar. Unsere Gesellschaft wird digitaler, und das hat Folgen.

Diese umfassende, weiter stark wachsende und sozial noch völlig un­zureichend erfasste Vernetzung lädt natürlich früher oder später auch Menschen mit sinisteren Absichten ein, mitzuwirken. Dabei gilt es jedoch zu differenzieren, denn nicht jeder Hacker ist gleich ein Cyberterrorist. »Klassische Hacker« verfolgen meist keine profitorientierten Interessen (wie etwa Cyberkriminelle), sondern handeln – zugegebe­ner­maßen unkonventionell – im Sinne ihrer ideologischen (und aus frei­heitlich-demokratischer Sicht nicht selten anerkennenswerten) Ziele. So gibt es einige Hackergruppen wie den Chaos Computer Club oder Kollektive unter dem Label Anonymous, welche regelmäßig auf politische Missstände wie zum Beispiel Korruption von Regierungen, Menschenrechtsverletzungen und Massenüberwachung hinweisen, indem sie etwa durch Hacking erlangte Informationen der breiten Öffentlichkeit zukommen lassen und damit – trotz des Einbruchs in Rechner­systeme oder der Verletzung von Gesetzen und Vorschriften – vielmehr ideologische als kriminelle Interessen verfolgen. (…)

(weiterlesen im Kursbuch 188)

Manon Clasen, Stephan G. Humer. Stephan G. Humer, geb. 1977, ist Leiter des Forschungs- und Arbeitsbereichs Internetsoziologie der Hochschule Fresenius in Berlin. Manon Clasen, geb. 1991, ist Mitarbeiterin im Forschungs- und Arbeitsbereich Internetsoziologie der Hochschule Fresenius in Berlin.

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