Kursbücher – Themen – Zitate

Das Kursbuch erscheint seit Februar 2012 unter neuer Herausgeberschaft von Armin Nassehi und Peter Felixberger. Seit Nummer 170 „Krisen lieben“ gab es 26 Kursbücher mit Essays von bekannten Publizisten, Soziologen, Philosophen und Politikwissenschaftlern.

Kursbuch 195 »#realitycheck_medien«

„Die Konzentration der Autokraten auf die Medien ist kein Zufall, sondern verweist auf deren grundlegende Funktion. Freie Medien garantieren weniger, dass man mehr weiß, sondern dass es mehrere Varianten dessen gibt, was man über berichtete oder diskutierte Sachverhalte sagen kann.“
Armin Nassehi, Herausgeber des Kursbuchs und Professor für Soziologie

Kursbuch 194 »anders alternativ«

„Kluge politische Akteure sollten aber wählbare Alternativen formulieren, die Verfahren der parlamentarischen Entscheidungsfindung bejahen, die hohe Kunst den politischen Kompromisses herausstellen und fatale Fantasien gesellschaftlicher Gesamtsteuerung zerstreuen.“
Astrid Séville, Politikwissenschaftlerin

Kursbuch 193 »301 Gramm Bildung«

„Unverdrossen wird Bildung immer neu beansprucht, gleich ob ´Gerechtigkeit‘ und ‚Gleichheit‘, ‚Aufstieg für alle‘, Wohlstand und Glück oder die Zukunft der Menschheit in der digitalen Welt zum Thema werden.“
Heinz-Elmar Tenorth, Professor für Erziehungswissenschaften

Kursbuch 192 »Frauen II«

„Es gibt Leute, die ernsthaft denken, Feministinnen wollen statt des Patriarchats eine weibliche Herrschaftsform errichten, in der Männer geknechtet sind und Frauen in allen Dingen das Sagen haben. Das ist natürlich Quatsch.“
Margarete Stokowski, Autorin und Kolumnistin

Kursbuch 191 »Bullshit.Sprech«

„Der ehrliche Ball-Fußball ist bedroht. Er ist längst kontaminiert von einer Clique von Vereins- und Verbandsfunktionären, Spielervermittlern, Marketing-Handlangern und Bullshitologen in den Medien. Beschmutzt von einer sie verbindenden ökonomischen Logik, die den Ball von außen lenken und steuern will.“
Peter Felixberger, Herausgeber des Kursbuchs

Kursbuch 190 »Stadt. Ansichten.«

„So funktioniert die Stadt. Als Austauschprozess, in dem radikal unterschiedliche Strategien aufeinanderprallen, aber eben potentziell auch in einen produktiven Kreationsmechanismus miteinander geraten. Wer dabei jeweils die Oberhand behält, ist offen.“
Alexander Gutzmer, Kulturwissenschaftler und Architekturjournalist

Kursbuch 189 »Lauter Lügen«

»Die Karriere des Postfaktischen ist genau keine Krise des Wissens, sondern eine Krise dessen, was wir als Autorität anerkennen. Wir stehen möglicherweise am Ende der Periode des wissenschaftlichen Exzeptionalismus.«
Fritz Breithaupt, Professor für Germanic Studies und Kognitionswissenschaften, und Martin Kolmar, Professor für Volkswirtschaftslehre

Kursbuch 188 »Kalter Frieden«

»Kalter Frieden dürfte das Maximum des Menschenmöglichen sein und also kein schlechter Hoffnungsschimmer, wenn man sich nur auf ihn besinnt.«
Karsten Fischer, Professor für Politische Theorie

Kursbuch 187 »Welt verändern«

»Rigoros zu interpretieren heißt, die Welt zu verändern.«
Hans Hütt, Politikwissenschaftler 

Kursbuch 186 »Rechts.Ausgrabungen«

»Der Neuen Rechten ist in wenigen Jahren genau das gelungen, was sie seit Jahrzehnten anstrebt: in den öffentlichen Diskurs einzudringen, um so im vorpolitischen Raum »kulturelle Hegemonie« zu erlangen und damit langfristig eine Übernahme der politischen Macht zu ermöglichen.«
Liane Bednarz, Publizistin und Juristin

Kursbuch 185 »Fremd sein«

«Wir bleiben uns stets fremd, weil wir nicht in den Kopf der anderen hineinschauen können.«
Armin Nassehi, Soziologe und Herausgeber des Kursbuchs

Kursbuch 184 »Was macht die Kunst?«

»Die Kunst sagt zu ihrem Betrachter: ich bin nicht das, was du von mir denkst.«
Boris Groys, Professor für Kunstwissenschaft

Kursbuch 183 »Wohin flüchten«

»Sie folgen einem Traum, so wie andere Menschen auch – unrealistisch und mit Klischees beladen. Das ist ihr gutes Recht.«
Alfred Hackensberger, Journalist

Kursbuch 182 »Das Kursbuch. Wozu?«

»Wenn du die Kritik schon kennst, dann hat die Kritik schon aufgehört, Kritik zu sein.«
Mark Greif, Amerikanist und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift n+1 

Kursbuch 181 »Jugend forsch«

»Es wäre naiv zu glauben, dass junge Menschen, die damit aufgewachsen sind, dass selbst ein Waschmittel eine eigene Farbe, einen Jingle und einen Geruch haben muss, nicht auf die Idee kommen, auch sie bräuchten ein Konzept, eine Markenbotschaft, eine Identity zum Herzeigen.«
Lara Fritzsche, Journalistin und Sachbuchautorin

Kursbuch 180 »Nicht wissen«

»Jene, die wissen, dass sie nichts wissen, schneiden im Durchschnitt besser ab.«
Martin G. Kocher, Professor für Verhaltensökonomik

Kursbuch 179 »Freiheit, Gleichheit und Ausbeutung«

»Darin liegt die wesentliche soziale Errungenschaft der Französischen Revolution: Es gibt keine sich selbst perpetuierenden Vermögen mehr. Es mag nicht jeder eine Chance haben, aufzusteigen, aber niemand entgeht mehr dem Risiko des Abstiegs. Die Revolution richtete sich gegen ein System, in dem die Privilegierten sich gegenseitig stützten und vor dem Schwund bewahrten. Die Angst vor dem Abstieg, das große Trauma des Bürgertums, sollte jeden treffen oder motivieren können.«
Georg von Wallwitz, Mathematiker und Philosoph

Kursbuch 178 »1964«

»Wenn Kinder den Optimismus und das Zukunftsvertrauen einer Generation widerspiegeln, dann hatte Deutschland nie mehr davon als in den Sechzigerjahren.«
Inge Kloepfer, Journalistin und Sachbuchautorin

Kursbuch 177 »Privat 2.0«

»Wir fühlen uns wie Informationsgötter, doch in Wirklichkeit sind wir nur hilflose informationelle Kleinkinder.«
Evgeny Morozov, Publizist

Kursbuch 176 »Ist Moral gut?«

»Moralisch sein heißt dann, ein Gewissen zu haben, dem eine Gesinnung entspricht, und Verantwortung zu übernehmen aus dem ein Handeln erfolgt.«
Heinz Bude, Soziologe

Kursbuch 175 »Gefährdete Gesundheiten«

»Alle Menschengenerationen vor uns haben gegessen, zwei- bis dreimal täglich. Und sie sind alle tot.«
Peter Wagner, Chefredakteur von kochmonster

Kursbuch 174 »Richtig wählen«

»Keiner Partei geht es um die Gestaltung einer offenen Zukunft, allen geht es um die Aufrechterhaltung eines schon brüchig gewordenen Status Quo.«
Harald Welzer, Professor für Transformationsdesign

Kursbuch 173 »Rechte Linke«

»Früher hätte man gesagt: Die Linken sind für den Fortschritt, die Konservativen für die Reaktion. Aber das ist nicht mehr so.«
Paul Nolte, Professor für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte

Kursbuch 172 »Gut leben«

»Glück basiert auf drei Säulen: Haben, Sein und Lieben.«
Tobias Esch, Mediziner und Gesundheitswissenschaftler 

Kursbuch 171 »Besser optimieren«

»Es geht nicht nur – liberal – um Chancen, die jeder ergreifen kann, sondern darum, dass diese Chancen ergriffen werden müssen. Der Profitmechanismus ist kein Tugendproblem, sondern ein immanenter Operator, der das Wachstum stabilisiert, das heißt, den wohlfahrtssenkenden Abbruch verhindert.«
Birger P. Priddat, Professor für Politische Ökonomie

Kursbuch 170 »Krisen lieben«

»Parteien lieben die Krise, weil die Krise und die Kritik der politischen Organisierung Gewähr dafür leisten, dass es weitergeht.«
Jasmin Siri, Soziologin