Kursbuch 188 – Der Inhalt

Johann Hinrich Claussen Brief eines Lesers • Wolfgang Schmidbauer Der entgrenzte Suizid • Armin Nassehi Gewalt als Normalfall • Karsten Fischer Der Wahnsinn von Jahrtausenden •  Ulrike Guérot  Einmal heißer Krieg – kalter Frieden und zurück • Micha Pawlitzki  Zwentendorf • Bernd Stiegler Bildersturm • Deniz Yücel Und morgen die ganze Türkei • Manon Clasen, Stephan G. Humer Digitalkrimi • Klaus Hoffmann Das Märchen von Kanaan

Dass Frieden, verstanden als die Abwesenheit von Krieg, von geplanter oder roher Gewalt, von militärischen Auseinandersetzungen, von Tod und Zerstörung seinem Gegenteil vorzuziehen ist, ist trivial. Weniger trivial ist, von welchem Frieden die Rede ist. In der Kriegstheorie von Clausewitz war der Krieg letztlich das Mittel, der Frieden der Zweck, der sich freilich vom Kriege her verstand. Insofern hat der Krieg mehr Informationswert, weil er eben als Mittel Sichtbareres erzeugt als sein Derivat, der Frieden. Man mache nur den Test und suche nach Medienmeldungen über den Krieg und solchen über den Frieden. Der Krieg kommt gewissermaßen aus eigener Logik vor. Er ist für sich eine Meldung wert. Er hat Ereignischarakter und macht damit einen Unterschied.

Der Frieden ist dagegen nichts, das aus eigener Kraft einen Informations­wert hätte, sondern nur als negativer oder (wie man will) positiver Ge­genwert des Krieges. (…)

Weiterlesen auf der Seite des Editorials von Armin Nassehi.
Das Kursbuch mit „Kalter Frieden“ zu Gast im Salon des Café Luitpold. Das Video auf Youtube.

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