Kursbuch 185 – Der Inhalt

Gregor Dotzauer Brief eines Lesers • Julia Kristeva Was ist ein Fremder? • Alfred Hackensberger Hidschra oder die Auswanderung in die Fremde • Naika Foroutan Wie lange bleibt man ein Fremder? • Bilal Tanweer Schwänzer • Mita Banerjee Der Fall des weißen Riesen • Florian Beaudenon Fremde Augenblicke • Alan Posener Der Jude als Fremder • Armin Nassehi Vertraute Fremde • Wolfgang Schmidbauer Fremd bleiben dürfen • Thomas Kron, Pascal Berger Moderner Terrorismus

Von Georg Simmel stammt der schöne Satz, die »Bewohner des Sirius« seien uns »nicht eigentlich fremd«. In diesem Satz aus einem der klassischen Texte über den Fremden drückt sich die ganze Paradoxie des Fremden und des Fremdseins aus. Fremd zu sein heißt nicht, wirklich fremd zu sein – wenigstens nicht in dem Sinne, das, was das Entfernteste und damit auch Unsichtbarste sei, sei das Fremde. Fremd zu sein ist vielmehr ein Beziehungsmodus. Es ist eine soziale und kulturelle Kategorie, es ist etwas, worüber wir mehr wissen, als wir zugeben wollen. Gerade über das Fremde wissen wir oft viel mehr als über das Eigene, denn das Fremde zu bestimmen scheint wichtiger zu sein als das Eigene. Es ist bedrohlich – und muss durch Benennung eingefangen werden. Es ist exotisch – und eignet sich deshalb für Projektionen und Geschichten. Es ist unsicher und unerklärbar – was stets besonders sicher erscheinende Erklärungen nach sich zieht. (…)

Weiterlesen auf der Seite des Editorials von Armin Nassehi
(weiterlesen im Kursbuch 185)

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