Kursbuch 183 – Der Inhalt

Alfred Hackensberger Der Tod als Waffe • Jochen Oltmer Der lange Marsch • Roger Zetter Angstgetrieben • Albert Scherr Abschiebungen • Miltiades Oulios Die Grenzen der Menschlichkeit • Jürgen Ebach Ethik aus Erinnerung • Armin Nassehi Die arbeiten nichts • Carlo Kroiß Und sie bewegen sich doch • Friedrich Kiesinger Empowerment von unten • Wolfgang Bauer / Philipp Ruch Die Flüchtlinge und wir • Ferdinand Haenel Flüchtiges Glück • Wilhelm Bartsch Geistergeschichten • Kursbogen Flucht und Migration nach Europa und Deutschland

Man könnte es sich leicht machen und betonen, dass Flucht, Vertreibung, Wanderung und die Suche nach einem besseren Leben letztlich ein konstitutives Merkmal unseres Gattungslebens sind – und das buchstäblich. Die Ausbreitung des Homo sapiens hat stets damit zu tun, dass die Leute woanders hingegangen sind – und sicher nicht, um die Welt zu besiedeln, sondern um wegzukommen, weil es »zu Hause« nicht mehr passte.

Vielleicht ist sogar unser eigener Hefttitel ein akademisches Selbst­missverständnis – irgendwie an den schönen Narrativen des Menschen als eines suchenden Wesens, als eines Überschreitenden und an Neuem Interessierten orientiert. Die Wirklichkeit ist wohl prosaischer. Man geht nur, wenn die gewohnte Umgebung nicht mehr funktioniert, das heißt, wenn man es sich woanders besser erhoft. Unsere Frage »Wohin flüchten?« ist womöglich nicht die erste Frage, sondern frühestens die zweite. Die erste zielt aufs Gehen. Erst mal weg hier! (…)

Auszug aus dem Editorial von Armin Nassehi
Weiterlesen auf der Seite des Editorials
(Weiterlesen im Kursbuch 183)

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