Karl-Heinz Ladeur – Cyber Courts

Private Rechtsprechung in den neuen Medien
Kollision von Öffentlichem und Privatem

Privates und Öffentliches waren auch in der Vergangenheit nicht einfach ein Gegensatzpaar. Ihr Verhältnis war geprägt von einer komplexen »Infrastruktur« in Form von sozialen und rechtlichen Normen sowie dazwischen vermittelnden »Kollisionsnormen«, die zum Teil explizit formuliert waren, zum Teil über die Praxis implizit kommuniziert wurden. In den letzten Jahrzehnten hat sich ein ausdifferenziertes, auf die (klassischen) Medien bezogenes Äußerungsrecht zu den Grenzen der öffentlichen Kommunikation in Fallgruppen (Verdachtsberichterstattung, Verhältnis von Meinung und Tatsache, Satire, Übernahme von Äußerungen Dritter etc.) entwickelt.

Daneben existierte allerdings im oralen Medium des »Gerüchts« die schon immer frei von rechtlichen Grenzen betriebene Verbreitung von Behauptungen und Bewertungen durch Personen. (…)

(weiterlesen im Kursbuch 177)

Karl-Heinz Ladeur, geb. 1943, ist emeritierter Professor für öffentliches Recht an der Universität Hamburg, Schwerpunkte: Medienrecht und Rechtstheorie. Zuletzt erschien „Talmudische Tradition und moderne Rechtstheorie“.

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