Heinz Bude – Das Schicksal des Gutmenschen

Ein Vorschlag zur Güte

Der Ausdruck stammt von Kurt Scheel. Anlässlich seines Abschieds vom Merkur hat der langjährige Herausgeber dieser »deutschen Zeitschrift für europäisches Denken« erzählt, wie es zur Prägung des Gutmenschen kam.(1) Karl Heinz Bohrer, der andere Herausgeber, hatte im Januarheft 1992 »gegen die westdeutsche Schaumsprachigkeit« gewettert und die Anlegung eines »Wörterbuchs des guten Menschen« angeregt, in das Begriffe und Sätze wie »die Mauer im Kopf niederreißen «, »Streitkultur« oder »Querdenker« gehören sollten. Kurt Scheel hatte bei der Redaktion des Manuskripts seines Mitherausgebers daraus mit seiner dadaistischen Begabung das »Wörterbuch des Gutmenschen « gemacht. Deshalb darf er sich, streng genommen, als Erfinder des Ausdrucks betrachten. (…)

(weiterlesen im Kursbuch 176)

Heinz Bude ist Soziologie-Professor an der Universität Kassel sowie Mitglied des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Generations- und Exklusionsforschung. Zuletzt erschien von ihm „Bildungspanik. Was unsere Gesellschaft spaltet“.

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