Hans Förstl – & sterben mit Alzheimer

Das Wichtigste vielleicht vorneweg: Jeder Dritte stirbt in der westlichen Welt mit einer Demenz, verursacht vor allem durch die sogenannte Alzheimer-Krankheit des Gehirns. Eine einigermaßen intelligente Auseinandersetzung mit diesem Thema erscheint also geboten, da wir bis auf Weiteres mit Demenz leben müssen und folglich lernen sollten, gut damit zu leben.

Altern: Altern ist eine allgemeine Eigenschaft lebender Organismen. Genau betrachtet altern auch Gebirge und Gestirne, wenngleich deren torpides Schicksal den schnelllebigen Menschen zumeist unberührt lässt. Allerdings lassen sich an Ereignissen wie Stein- und Meteoritenschlag die verwickelten Zusammenhänge von Risiken und Lebenslänge ganz gut illustrieren. Die dramatischen Folgen der Kollision des Meteoriten KT mit der Halbinsel Yukatan vor 65 Millionen Jahren wirken bis heute fort. Die Lebensbedingungen der alten Dinosaurier verschlechterten sich rapide und führten zur raschen Auslöschung einer großartigen Fauna, die nur von wenigen resilienten Echsen überlebt wurde.
Der Zusammenhang mit dem Problem der Demenz erscheint nicht auf Anhieb ersichtlich und wird hier wohl weltweit zum ersten Mal hergestellt. Ohne den Impact von KT sähe die Verteilung der Arten und ihrer immanenten Gebrechen – beim Menschen vorrangig Alzheimer und Krebs – auf der Erdkruste nämlich ganz anders aus. (…)

(Weiterlesen im Kursbuch 172)

Hans Förstl: geb. 1954, studierte Humanmedizin und andere Fächer an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 1997 ist er Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Technischen Universität München. Zuletzt erschien „Demenzen in Theorie und Praxis“.

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