Gesa Lindemann – In der Matrix der digitalen Raumzeit

Das generalisierte Panoptikum

Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden wissen wir, welchen Umfang die staatliche Überwachung vor allem durch US-amerikanische und britische, aber auch durch französische und deutsche Geheimdienste hat. Dagegen erhebt sich in Europa ein vergleichsweise moderater Protest, der bislang weitgehend in den Medien stattfindet. Massendemonstrationen oder wirksame politische Aktivitäten gibt es nicht. In der medialen Debatte ist den großen IT-Firmen wie Google, Apple oder Microsoft zudem ein wichtiger Wandel gelungen. Während sie anfangs als Unternehmen dastanden, die mutmaßlich mit dem US-Geheimdienst NSA kooperieren würden, stehen sie nun eher selbst als Opfer der staatlichen Datensammelleidenschaft da.

Die Kritik an der hemmungslosen staatlichen Datensammlung folgt jetzt dem Muster der traditionellen Kritik an der staatlichen Überwachung, die auch schon vor der technischen Realisierung des weltweiten Datenverkehrs geäußert wurde. (…)

(weiterlesen im Kursbuch 177)

Gesa Lindemann, geb. 1956, ist Professorin für Soziologie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Zuletzt erschien „Weltzugänge. Die mehrdimensionale Ordnung des Sozialen“.

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