Georg von Wallwitz – Endlich Ruhe!

Als Lord Byron sich nicht schämen wollte

Das Schreiben von Essays ist eine sehr private Angelegenheit, betont Montaigne immer wieder. Der Essayist stellt den Menschen in all seinen Facetten dar, in seinen Vorlieben und Abneigungen, in seinen Eitelkeiten und Niedrigkeiten, in seinem Herois mus und seiner Banalität. Auch wenn er nicht über Tugenden schreibt, sondern über Dinge oder Geschichten, geht es dabei stets um die Beziehung des Menschen zu diesen im Speziellen und um die condition humaine im Allgemeinen. Wiederholt beklagt Montaigne, dass er in seinen Schriften gerne noch offenherziger gewesen wäre, was die Regeln des Anstands aber, zu seinem Bedauern, unmöglich machten.

Das Thema des Essays ist, so lässt es sich verkürzend dem Schöpfer des Genres in den Mund legen, der Mensch – ein schwer zu fassendes, wenig standhaftes Wesen in einer schwankenden Welt, das, in seiner Veränderlichkeit eingefangen, kategorisiert, charakterisiert, vermessen, gewogen und skizziert werden soll. (…)

(weiterlesen im Kursbuch 177)

Georg von Wallwitz, geb. 1968, studierte Mathematik und Philosophie in England und Deutschland. Seit 2004 Mitinhaber einer Münchner Investmentmanagement-Firma. Zuletzt erschien „Mr. Smith und das Paradies. Die Erfindung des Wohlstands“.

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