Friedrich Kiesinger: Empowerment von unten

»Berlin schließt Zeltlager nicht mehr aus« – so lautet die Schlagzeile des Tagesspiegels am 4. August 2015. Noch vor wenigen Tagen war die Stadtpolitik stolz, alle beschlagnahmten Sporthallen geschlossen zu haben und mittels neuer Containeranlagen und anderer Einrichtungen dem Problem der immer häufiger nach Berlin strömenden Flüchtlinge Herr zu werden. Alleine im Juli kamen über 4100 neue Flüchtlinge nach Berlin, was eine Vervierfachung der Zahlen gegenüber dem Vorjahresmonat darstellte. Bis Ende des Jahres werden über 30 000 Flüchtlinge erwartet.

Vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) campen inzwischen viele Flüchtlinge schon lange vor der offiziellen Öffnungszeit, und im Straßenbild der Stadt wird immer deutlicher sichtbar, dass nicht nur laufend mehr Touristen in die deutsche Hauptstadt strömen, sondern Berlin für viele geflüchtete Menschen ein zentrales Ziel im Land geworden ist. Nur der momentanen Sommerzeit ist es zu verdanken, dass sich die Problemlage nicht noch mehr zuspitzt. Der Berliner Flüchtlingsrat warnt indes vor der bevorstehenden Gefahr massiver Obdachlosigkeit bei den geflüchteten Menschen, und erste Äußerungen von Verantwortlichen sind zu hören, dass es nicht so schlimm sei, im Freien zu übernachten. (…)

(Weiterlesen im Kursbuch 183)

Friedrich Kiesinger, geb. 1952, ist Psychologe und Psychotherapeut. Er gründete 1998 zusammen mit seiner Frau Andrea das Berliner Sozialunternehmen Pegasus und leitet zudem seit Jahren den gemeinnützigen Verein Albatros und die zugehörige Tochtergesellschaft.

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