Elmar Altvater – Die Dialektik der Ausbeutung

Ohne Ausbeutung keine Moderne, mit Ausbeutung keine Zukunft

Zur Ausbeutung gehören mindestens zwei: einer, der ausbeutet, und ein anderer, der ausgebeutet wird. Herrschaft und Ungleichheit der sozialen Lage in der Gesellschaft sind daher eine notwendige Bedingung dafür, dass ein Ausbeutungsverhältnis zustande kommt. Auch die Freiheit, ausbeuten zu können und zu dürfen, muss gegeben sein. Das müssen Sitte und Anstand, die Rechtsordnung und die ökonomischen Verhältnisse zulassen. Insofern ist der kakofonische Dreiklang dieses Kursbuches »Freiheit, Gleichheit, Ausbeutung« nur einer, wenn man statt Gleichheit die Ungleichheit setzt: Ungleichheit von Einkommen und Vermögen, von Einfluss und Macht.
Dass in der heutigen Welt die Ungleichheit extrem ist, pfeifen die Spatzen von den Dächern.

Einer der Spatzen ist Philip Vermeulen von der Europäischen Zentralbank (EZB), der die Vermögen der Topverdiener beiderseits des Atlantiks berechnet hat und feststellen musste, dass deren Vermögen noch ungleicher verteilt sind als bisher angenommen. Das reichste Prozent der Deutschen besitzt ein Drittel der Vermögenswerte, die reichsten fünf Prozent mehr als die Hälfte. (…)

(weiterlesen im Kursbuch 179)

Elmar Altvater,geb. 1938, ist Politikwissenschaftler, Autor und war Professor für Politikwissenschaften am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Seit 2002 im wissenschaftlichen Beirat von Attac. Zuletzt erschien „Marx neu entdecken“.

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