Call for Papers – Kursbuch 200 „Revolte 2020“

Als das Kursbuch vor 200 Ausgaben antrat, etablierte es einen Ort für Gemengelagen, die nach Diskussion lechzten, für die es aber kein Forum gab. Das Kursbuch war eine Stimme einer Generation, die darum bemüht war, ihre Fragen gegen die Tabuisierung durchzusetzen. Demgegenüber vereint unsere heutige Gesellschaft so viele – gleichzeitig nebeneinanderstehende – Perspektiven, dass kein Fluchtpunkt mehr als gemeinsam zu erkennen ist. Entsprechend dynamisieren sich auch Protestformen. An die Stelle von markanten Konfliktlinien treten kleinteiligere Veränderungsdebatten und Demonstrationen und Happenings werden durch virtuelle Debatten ergänzt. Protest und Revolte, so scheint es, transformieren nicht nur Gesellschaften, sondern sind selbst Objekt von Transformationsprozessen. Die 200. Ausgabe des Kursbuchs kehrt deshalb kurzfristig wieder zu seinen Wurzeln zurück. Wie werden Protest und Revolte heute legitimiert? Gibt es ein Früher im Heute? Wo ist der jakobinische Tugendterror noch zu finden? Gegen was kann man überhaupt noch sein? Welche Begründungsszenarien von Revolte und Protest gelten heute noch? Und wie sehen die Revolutionen unserer Zeit aus?  

In einer eigenen Rubrik geben die Herausgeber des Kursbuchs jungen Nachwuchswissenschaftler/innen die Möglichkeit, eigene Zugänge und Reflektionen zum Thema „Revolte 2020“ im entsprechenden Kursbuch zu veröffentlichen. Die Form der Beiträge ist nachrangig – wichtig ist vor allem das gute Argument, die unerwartete Perspektive und ein innovativer Zugang zum Thema. Dabei ist es unerheblich, aus welcher Disziplin die Beiträge stammen. 

Mehr Informationen finden Sie in der Ausschreibung.

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