Armin Nassehi – Arbeit 4.0

Was tun mit dem nicht organisierbaren Rest?

Nein, dies wird kein romantisches Plädoyer für einfache Arbeit. Es wird auch keine Kritik komplizierter Arbeit – übrigens eine Unterscheidung, die wir schon im ersten Kapitel von Marx’ Kapital finden. Eigentlich geht es gar nicht primär um einfache Arbeit, sondern um Arbeit schlechthin, und nicht zuletzt darum, warum man von der bloßen Existenz einfacher Arbeit etwas über die komplizierte lernen kann. Dazu aber später.

Wir haben uns daran gewöhnt, das Materialistische der Arbeit, also das, was an der Arbeit stinkt, Lärm macht, Fossiles verbrennt, Rohstoffe verbraucht und viel Platz braucht, für etwas Sekundäres zu halten. Wer Analysen über Wertschöpfungsketten liest oder wer nach innovativen Produkten sucht, stößt auf Tätigkeiten, die mit der Produktion im angedeuteten Sinne wenig zu tun haben. Ein Verbrennungsmotor etwa läuft heute nur noch angemessen mithilfe einer komplexen Datenverarbeitung. Produkte werden auf die kulturellen und symbolischen Bedürfnisse von Märkten abgestimmt. Das Design erzeugt das Image eines Produkts. (…)

(weiterlesen im Kursbuch 179)

Armin Nassehi, geb. 1960, ist Professor für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zuletzt erschien „Die letzte Stunde der Wahrheit. Warum rechts und links keine Alternativen mehr sind und Gesellschaft ganz anders beschrieben werden muss“.

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